Ungeschlagen in die Playoffs
Bericht: Dresden Monarchs
Dresden Monarchs schlagen die ifm Razorbacks Ravensburg mit 52:21
Die Dresden Monarchs feiern zum ersten Mal in ihrer Erstliga-Geschichte eine Perfect Season! Auch das letzte Spiel der regulären Saison 2026 gewannen die Sachsen. In diesem Fall vor heimischem Publikum gegen die ifm Razorbacks Ravensburg mit 52:21 (14:0/10:14/14:7/14:0).
Der Titel als Nord-Champion stand schon fest. Das Heimrecht in den Playoffs, wenn man denn bis zum Halbfinale käme, ebenso. Also ging es bei diesem letzten Spiel der regulären Saison 2026 für die Dresden Monarchs nicht mehr wirklich um etwas wichtiges. Oder doch? Ganz offensichtlich wollte das Team von Head Coach Greg Seamon beweisen, dass diese Saison eine ganz besondere ist. Auch mit dem Beleg, dass man auch in solch einem Spiel das Tempo und die Konzentration oben hält und einen starken Gegner aus der Südstaffel in seine Schranken weist. Denn rein rechnerisch hatten die Razorbacks in diesem Spiel vor 6.224 Fans tatsächlich noch etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Ein Sieg in Dresden und Ravensburg hätte seinerseits das Heimrecht im anstehenden Viertelfinale. Dass es für sie wirklich noch um etwas ging, merkte man dem Team vor allem in Halbzeit Eins deutlich an. Ravensburg nervös, Dresden souverän – so lässt sich das kurz zusammenfassen. Bei den Monarchs stand nach seiner Verletzungspause wieder Spielmacher Rocky Lombardi auf dem Feld. Und der wollte gleich zeigen, warum er die Nummer Eins im Team der Sachsen ist. Erster Spielzug im ersten Monarchs Drive – ein Pass auf Montigo Moss für großen Raumgewinn. Und ein paar Momente später war es erneut ein Pass auf Moss, der die ersten Punkte brachte: Touchdown Dresden plus Zusatzpunkt von Florian Finke zum 7:0.
Ravensburg, im Saisonverlauf mit einer starken Offense überzeugend, wackelte. Dresdens Sebastian Huber konnte Ravensburgs Quarterback Broghean McGovern den Ball aus der Hand schlagen – Fumble – Monarchs Ball! Lombardi mit dem Ball an David Moore III – zweiter Touchdown (PAT Finke 14:0). Zweites Viertel. Und wieder gaben die Gäste den Ball vorzeitig ab. Diesmal war es Sterling May, der eine Unachtsamkeit der Gäste ausnutzen konnte. Und Dresden griff zur Freude des zahlreich erschienenen Anhangs im Gegenzug spontan in die Trickkiste: Lombardi mit einem Rückwärtspass auf Moss und der holte aus und bediente den freistehenden Michael Breuler zu Touchdown Nr. Drei (PAT Finke 21:0). Das war irgendwie zu einfach. Und so konnte es gegen diese sonst so starken Ravensburger nicht weitergehen. Die waren es immerhin, die im letzten Jahr im Halbfinale den Dresdner Traum vom ersten „Finale Daheme“ fast hatten platzen lassen. Und Ravensburg sammelte sich, wurde besser. Zwei Mal dirigierte Broghean McGovern seine Offense noch im zweiten Viertel übers Feld, zwei Mal konnte er diesmal fehlerfrei seinen Receiver Tim Müller zum Touchdown auflegen (PAT jeweils ebenso Tim Müller 21:14). Dresden legte in den letzten Sekunden vor der Pause durch den wieder fehlerfrei spielenden Kicker Florian Finke ein Fieldgoal zum 24:14 Halbzeitstand nach.
Viel war in den Tagen vor dem Spiel spekuliert worden. Würde Dresden seine Starter für die Playoffs schonen? Die Ersatzleute aufs Feld schicken und den Gästen so einen möglichen Sieg erleichtern? Darauf hatten die Monarchs offenbar gar keine Lust. Auch nach der Pause spielte lange der erste Anzug. Und legte weiter nach. Lala mit seinem zweiten Touchdown zum 31:14. Und wenig später Janne Särkäle nach einem Pass von Rocky Lombardi. Zuvor hatte Ravensburg über Aidan Enneking verkürzt. Mit 38:21 ging es ins Schlussviertel. Und Dresdens Verteidiger Vance Feuerbacher machte mit einem abgefangenen Pass von McGovern alle Hoffnungen der Gäste zunichte, hier möglicherweise noch einmal zurückzukommen. Zwei Touchdowns noch für die Monarchs. Mittlerweile spielte Casey Thompson als Quarterback. Und der setzte Jordi Torrededia und Michael Breuler perfekt in Szene (PATs jeweils Florian Finke). Schluss und Applaus beim Stand von 52:21!
Perfect Season! Zumindest die reguläre Saison 2026 beenden die ambitionierten Sachsen schon mal ohne Niederlage! Das ist etwas, worauf sie mit Recht stolz sein können. Doch all das zählt ab sofort nichts mehr. In den Playoffs gibt es keinen Raum für Fehler, heißt es gewinnen oder die Saison beenden. Letzteres wollen die Dresden Monarchs auf keinen Fall. Der Fokus muss nun aufs anstehende Viertelfinale gerichtet sein. In zwei Wochen – Samstag, 12. September – im Dresdner Heinz-Field gegen die Munich Cowboys!



