Stuttgart Scorpions Sisters scheitern nach starkem Kampf im Halbfinale an Hamburg
Bericht: Thorsten Meller
Hamburg / Stuttgart, 12.09.2026 – Die Stuttgart Scorpions Sisters haben den Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft in der GFLW verpasst. Im Halbfinal-Duell bei den Hamburg Amazones mussten sich die Stuttgarterinnen am gestrigen Samstag am Jahnring in einer hart umkämpften Partie knapp mit 7:14 (0:0, 0:7, 7:7, 0:0) geschlagen geben. Damit behielten die favorisierten Hamburgerinnen im Re-Match des Vorjahresfinals erneut das bessere Ende für sich
Das Spiel begann als die erwartete Abwehrschlacht. Beide Offensiv-Reihen taten sich in der Anfangsphase schwer, während die Defensiven von der ersten Minute an hellwach agierten. Folgerichtig ging es ohne Punkte durch das erste Quarter.
Im zweiten Spielviertel fand die Stuttgarter Offense besser in ihren Rhythmus und erarbeitete sich guten Raumgewinn. Ein bitterer Ballverlust machte die eigene Mühe jedoch zunichte und spielte den Gastgeberinnen in die Karten: Kurz vor der Halbzeitpause drückte Hamburgs Quarterback den Ball per Sneak zum ersten Touchdown über die Linie. Nach erfolgreichem Extra-Punkt (PAT) ging es mit einem 0:7-Rückstand aus Stuttgarter Sicht in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Hamburgerinnen zunächst das nötige Spielglück auf ihrer Seite hatten. Erneut durch einen Quarterback-Sneak von der 1-Yard-Linie und den anschließenden Extra-Punkt baute Hamburg die Führung auf 14:0 aus.
Die Sisters bewiesen jedoch Haltung und stemmten sich entschlossen gegen die drohende Niederlage. Mit druckvollem Angriffsspiel marschierte Stuttgart über das Feld bis kurz vor die gegnerische Goalline. Stella Martin belohnte die Bemühungen und trug den Ball erfolgreich zum Touchdown in die Endzone. Nach verwandeltem PAT durch Chrissi Utzinger verkürzten die Scorpions Sisters zum Ende des dritten Quarters auf 7:14.
Im Schlussviertel kontrollierte Hamburg den Ball geschickt, doch die Stuttgarter Defense blieb aufmerksam und erkämpfte der eigenen Offense noch einmal den Ball zurück. Die Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen, blieben am Ende jedoch unbelohnt. Hamburg konnte in der Schlussphase die Uhr herunterlaufen lassen.
Als Stuttgart sieben Sekunden vor dem Abpfiff ein letztes Mal an den Ball kam, war die Zeit für eine Aufholjagd abgelaufen und endete an der 35-Yard-Line der Gegnerinnen.
Die Auswärtsniederlage schmerzt besonders, da die Sisters in dieser Saison enorm viel in die Weiterentwicklung des Teams und in den Coaching Staff investiert hatten. Dennoch blickt die Vereinsführung stolz auf die gezeigten Leistungen zurück: „Vielen Dank für diese großartige Saison. Wir haben bewiesen, dass in Süddeutschland niemand an den Sisters vorbeikommt, und dennoch haben wir in Hamburg erneut unseren Meister gefunden. Vielen Dank an die Spielerinnen, die Coaches und alle, die uns unterstützen“, bringt dies Daniela Ruis, Vorstandsvorsitzende der Scorpions, auf den Punkt.



