Published On: 10. August 2026

Farmers verabschieden sich mit 49:9-Heimsieg von ihren Fans

Redaktion
Bericht: Tom Neumann
Foto: Lena Brüngel (@_elembee)

Besser hätte der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse kaum laufen können: Die Fighting Farmers Montabaur haben sich mit einem souveränen 49:9-Erfolg gegen die Biberach Beavers aus dem Mons-Tabor-Stadion verabschiedet. Vor toller Kulisse feierte das Team aus dem Westerwald im letzten Heimspiel der Saison seinen fünften Sieg in der GFL2 und bestätigte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen.

Die Farmers waren von Beginn an das spielbestimmende Team. Nachdem beide Mannschaften ihre ersten Angriffsserien noch ohne Punkte beendet hatten, brachte Quarterback Jannik Wagner seine Offense erstmals in die Endzone. Ein 10-Yard-Pass auf Alex Hempel sorgte für das 6:0, der anschließende Zusatzpunkt wurde geblockt.

Biberach antwortete mit einem Big Play. Quarterback Christian Dzulynsky fand Fabrizio Grasse für rund 60 Yards Raumgewinn und brachte die Gäste tief in die Hälfte der Farmers. Dort hielt die Defense Montabaur jedoch aus der Endzone, sodass die Beavers lediglich durch ein 35-Yard-Fieldgoal auf 6:3 verkürzten.

Danach nahm die Offense der Farmers Fahrt auf. Jeremiah Bryant brach zu einem 55-Yard-Lauf durch und erhöhte auf 12:3. Die Two-Point-Conversion blieb zwar erfolglos, doch wenig später setzte die Defense das nächste Ausrufezeichen: Joe King fing einen Pass der Beavers ab und trug den Ball rund 30 Yards bis an die gegnerische 16-Yard-Linie zurück. Wagner nutzte die gute Feldposition unmittelbar und bediente erneut Hempel – dieses Mal über 16 Yards zum Touchdown. Jamel Hedhli verwandelte den Extrapunkt zum 19:3 nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Abschnitt blieb Montabaur aggressiv. Cedric Schmitt fing einen weiteren Pass der Gäste an der Mittellinie ab, wenig später leisteten sich allerdings auch die Farmers eine Interception. Biberach nutzte die Gelegenheit und spielte einen vierten Versuch erfolgreich aus. Dzulynsky fand Philipp Rust über 26 Yards zum Touchdown, die anschließende Two-Point-Conversion misslang – 19:9.

Doch die Hoffnung der Beavers auf ein Comeback hielt nicht lange. Bryant antwortete mit einem explosiven 50-Yard-Lauf zum nächsten Touchdown, Hedhli erhöhte auf 26:9. Kurz darauf ging Biberach an der eigenen 21-Yard-Linie bei einem vierten Versuch volles Risiko – ohne Erfolg. Die Farmers übernahmen den Ball und bestraften die Entscheidung sofort. Wagner fand zum dritten Mal an diesem Nachmittag Alex Hempel, diesmal über zwölf Yards, zum 32:9. Die Two-Point-Conversion wurde gestoppt.

Zur Halbzeit hatten sich die Farmers damit bereits ein komfortables Polster erspielt.

Farmers kontrollieren auch die zweite Hälfte

Auch nach der Pause blieb Montabaur konzentriert. Wagner bediente Spencer Corona über 15 Yards zum nächsten Touchdown, Hedhli verwandelte den Zusatzpunkt zum 39:9.

Dann war erneut die Defense zur Stelle. Damon Burton fing einen Pass der Beavers ab und trug den Ball rund 30 Yards zurück. Die folgende Angriffsserie endete zwar nicht in der Endzone, doch Hedhli setzte mit einem starken 45-Yard-Fieldgoal das nächste Highlight und erhöhte auf 42:9.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

„Das war ein sehr souveränes Spiel von uns, das wir am Ende auch völlig verdient gewonnen haben“, sagte Sportdirektor Kevin Brüngel. „Wir hatten ein, zwei größere Fehler dabei, und die wurden auch direkt bestraft. Insgesamt haben wir das Spiel aber klar kontrolliert. Im vierten Quarter konnten wir dann auch unseren Back-ups Einsatzzeit geben. Von daher bin ich rundum zufrieden.“

Im Schlussviertel sorgte Joe King mit seiner zweiten Interception des Tages für den nächsten Turnover der Farmers. Zwar verlor Montabaur anschließend kurz vor der Endzone selbst den Ball, doch die Defense ließ weiterhin nichts zu.

Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut die Offense. Wagner fand Corona mit einem 16-Yard-Pass in der Endzone, Hedhli verwandelte den Extrapunkt zum 49:9-Endstand.

„Man sieht, wie sich das richtig entwickelt“

Für Headcoach Michael Treber war der deutliche Erfolg vor allem ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

„Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht“, sagte Treber. „Wir haben einige Dinge ausprobiert, die auch funktioniert haben. Nach den zwischenzeitlichen Niederlagen merkt man jetzt, dass wir wieder den Football spielen, den wir uns vorgenommen haben und unseren Plan immer besser umsetzen.“

Gleichzeitig sieht der Headcoach weiterhin Entwicklungspotenzial.

„Wir sind noch nicht ganz da, wo ich die Mannschaft gerne hätte. Aber man sieht ganz klar, dass es sich in die richtige Richtung entwickelt. Und genau das macht im Moment richtig Spaß.“

Mit dem fünften Saisonsieg verabschiedeten sich die Farmers auf überzeugende Weise von ihrem Heimpublikum. Vor einer starken Kulisse im Mons-Tabor-Stadion zeigte Montabaur noch einmal jene Mischung aus explosiver Offense, aggressiver Defense und konsequentem Auftreten, die das Team bereits beim vorherigen Erfolg in Gießen ausgezeichnet hatte.

Zum Abschluss der Saison wartet nun noch einmal die größtmögliche Herausforderung: Am letzten Spieltag reisen die Fighting Farmers Montabaur zum bereits feststehenden Meister der GFL2 Süd, den Wiesbaden Phantoms.

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