Published On: 24. Mai 2026

Wilddogs mit Auswärtssieg bei den Straubing Spiders

Redaktion
Bericht: Robert Naumann
Foto: Jürgen Keller

Was für ein nervenaufreibender, emotionaler und letztlich hochverdienter Sieg! Die Footballer der Pforzheim Wilddogs haben ihr Auswärtsspiel beim traditionsreichen GFL-Süd-Rivalen, den Straubing Spiders, erfolgreich bestritten. Vor einer stimmungsvollen Kulisse im niederbayerischen Straubing setzte sich das Pforzheimer effect®-ENERGY GFL Team nach einer turbulenten und von verletzungsbedingten Rückschlägen geprägten Partie mit 27:09 durch. Ein Erfolg, der der Mannschaft von Headcoach Michael Lang viel Aufwind gibt, allerdings auch teuer erkauft wurde.

Achterbahnfahrt der Gefühle in der ersten Halbzeit
Das Spiel begann zerfahren. Die Wilddogs sicherten sich zwar beim Münzwurf das Optionsrecht für die zweite Spielhälfte, wurden jedoch direkt im ersten Viertel kalt erwischt. Die Offense der Hausherren fand unter Quarterback David Perkins schnell Rhythmus. Zwar hielt die Wilddogs-Verteidigung zunächst stark dagegen und zwang die Spiders mehrmals in den vierten Versuch, doch Straubing bewies Nervenstärke: Gleich zwei ausgespielte vierte Versuche – darunter ein Quarterback-Sneak – brachten neue First Downs. Schließlich nutzten die Niederbayern ihr starkes Laufspiel durch Anthony Green, und Perkins bediente Deniz Yilmaz in der Endzone zur 6:0-Führung für Straubing (Extrapunkt geblockt).

Im zweiten Viertel drohte die Partie aus Pforzheimer Sicht komplett zu kippen. Ein bitterer Fumble nach einem Strip-Tackle an Quarterback Dre Harris an der gegnerischen 7-Yard-Line raubte den Wilddogs eine exzellente Punkte-Chance. Doch die Defense der Wilddogs hielt die Mannschaft im Spiel. Kurz darauf folgte ein Schockmoment für die Gastgeber: Der bis dahin stark aufspielende Straubinger Quarterback verletzte sich und musste das Feld vorzeitig verlassen. Die Wilddogs nutzten das Momentum eiskalt aus: Mit einem spektakulären 60-Yard-Touchdown-Pass auf AJ Coons glichen die Goldstadt-Footballer aus, der Extrapunkt saß zur 7:6-Führung.

Direkt beim anschließenden Free-Kick erzwangen die Wilddogs einen Fumble des Straubinger Returners und sicherten sich das Angriffsrecht. Dre Harris stellte per Quarterback-Run höchstpersönlich auf 13:6. Kurz vor der Pause zündeten die Wilddogs das nächste Feuerwerk: Luca Faschian fing 30 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den Ball in der Endzone zum 19:6-Halbzeitstand (Two-Point-Conversion misslungen).

Nervenkrieg nach der Pause und die Vorentscheidung
Die Spiders kamen extrem aggressiv aus der Kabine und überraschten die Wilddogs direkt mit einem erfolgreich gesicherten Onside-Kick. Angetrieben von ihrem unermüdlichen Runningback Anthony Green tankte sich Straubing bis an die Pforzheimer 15-Yard-Line vor. Bei einem kritischen vierten Versuch der Spiders in der Redzone glänzte Nick Olivier mit einer herausragenden Passverteidigung gegen Jordan Pouncy und erzwang den Wechsel (Turnover on Downs).

Die Freude währte jedoch nur kurz: Im direkten Gegenzug warfen die Wilddogs eine Interception, bei der sich zu allem Überfluss auch noch Quarterback Dre Harris leicht verletzte. Straubing nutzte die Position für ein erfolgreiches Field Goal zum 9:19. Die Antwort der Wilddogs folgte prompt und spektakulär: Luca Hirschberger fing einen kurzen Pass und überwand mit einem sensationellen Lauf über 60 Yards nach dem Catch („Yards after Catch“) die gesamte gegnerische Defense zum Touchdown. Theo Michel verwandelte die Two-Point-Conversion sicher zum 27:09.

Im letzten Spielviertel vernagelte die Pforzheimer Defense endgültig die Endzone. Antonio Alzheimer und Jeremy Conley hatten die Mitte des Feldes absolut im Griff und ließen nichts mehr anbrennen. Ein Field-Goal-Versuch der Wilddogs aus 12 Yards ging nach einem unglücklichen Ausrutscher auf dem Rasen links vorbei. In den letzten zwei Minuten durften die Backups GFL-Luft schnuppern und brachten den verdienten 27:09-Sieg sicher über die Zeit.

Stimmen zum Spiel
Headcoach Michael Lang: „Das war ein Arbeitssieg. Wir waren am Anfang zwar noch etwas unruhig, aber das konnten wir schnell ablegen. Es gibt ein paar Sachen, die müssen wir verbessern, denn Ravensburg kommende Woche zu Hause wird der Gradmesser für diese Saison.“
Quarterback-Coach Stefan Fegg: „Heute war gut, vor allem die Passgenauigkeit heute war überzeugend. 17 von 22 Pässen hat Dre angebracht und dabei über 330 Yards geworfen. Schade, dass wir ein paar Mal Pech in der Redzone hatten.“

Richtungsweisender Heimspiel-Kracher voraus
Der Blick richtet sich nun nach vorne, denn das Lazarett der Wilddogs bereitet Sorgen. Neben dem Ausfall von Center Nico Friedrich erwischte es diesmal Defense End Michael Gilmour – sein Einsatz für das kommende Wochenende steht auf der Kippe. Dennoch ist die Vorfreude riesig: Am nächsten Spieltag kommt mit den Ifm Razorbacks aus Ravensburg der letztjährige Südchampion nach Pforzheim.
Die Oberschwaben spielen aktuell ebenfalls eine sehr dominante Saison. Dieses absolute Top-Spiel in der heimischen KRAMSKI-Arena wird richtungsweisend für das Playoff-Rennen im Süden sein. Die Mannschaft baut auf die lautstarke Unterstützung der heimischen Kulisse. Tickets für den Kracher gibt es ab sofort online über wilddogs.de/gameday/tickets.

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