Stimmen vor Raiders Tirol vs. Nordic Storm
Redaktion
Bericht: Martin Senfter
Bericht: Martin Senfter
Die Stimmen aus dem Team zum Saisonauftakt und dem kommenden Gegner:
Head Coach Shuan Fatah über…
…die Erkenntnisse aus dem München-Spiel:
„Das Spiel war so schwer, wie wir es erwartet haben. München ist ein Top-Favorit der Liga. Nichtsdestotrotz bin ich gar nicht so enttäuscht. Unsere Abwehrreihe hat uns zwar ein paar Sorgen bereitet, aber das sind Fehler, die wir im Video-Studium klar analysieren und korrigieren können. Wenn wir diese Abstimmungen fixen, sieht so ein Spiel schnell ganz anders aus. Unser größtes Problem war schlichtweg, dass wir mit der Defense nicht vom Feld gekommen sind und dadurch deutlich weniger Ballbesitzphasen hatten als die Münchner.“
…die starke Leistung der Offensive:
„Von unserem Angriff war ich sehr positiv überrascht. Das, was uns da in München gegenüberstand, ist mit das Beste, was man in Europa bekommen kann. Dafür haben wir uns bravourös geschlagen und 30 Punkte aufs Board gebracht. Die Touchdowns von Toni Rabensteiner und Aaron Jackson sahen richtig gut aus. Das zeigt mir, dass wir im Angriff bereits sehr viel richtig machen. Wir haben unser volles Potenzial definitiv noch nicht erreicht und haben noch jede Menge Luft nach oben.“
…den kommenden Gegner Nordic Storm:
„Jetzt kristallisiert sich heraus, dass auch Nordic Storm im Moment auf einem extrem hohen Niveau agiert. Für mich gehören sie neben den Ravens zu den Top-Zwei-Teams der Liga und spielen bereits jetzt wie aus einem Guss. Das ist für die frühe Phase der Saison ohne Pre-Season-Games untypisch und zeigt ihre enorme Qualität. Uns erwartet eine Woche mit intensiver Videoarbeit und wenig Schlaf. Aber wir sind alle Wettkämpfer und freuen sich auf diese Herausforderung. Solche Spiele machen uns am Ende nur stärker.“
…das Erfolgsgeheimnis Kontinuität und den Tiroler Weg:
„Das größte Geheimnis im Football ist Kontinuität – auf der Quarterback-Position und im Coaching-Staff. Teams wie München oder Nordic Storm arbeiten seit zwei bis drei Jahren an ihrem festen Kern und verstärken sich nur noch punktuell. An diesem Punkt sind wir als Raiders Tirol noch nicht, aber wir arbeiten hart daran. Was uns von diesen Teams unterscheidet, ist unser riesiger Luxus als Verein: Wir ziehen unsere eigenen Leute hoch. Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, dass die jungen Tiroler Jungs nachkommen und wir den Kader mit ihnen füllen. Football ist ein Prozess und dieser braucht Zeit. Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, werden wir hier eine extrem starke Mannschaft aufbauen. Davon bin ich felsenfest überzeugt.“
Wide Receiver Toni Rabensteiner über…
…das Positive aus der Niederlage:
„Eine Niederlage tut am Anfang der Saison immer weh, aber wir können besonders aus der Offensive viel Positives mitnehmen. Wir haben gegen die personell vielleicht beste Defense der Liga 30 Punkte erzielt. Das ist eine Basis, auf der wir definitiv aufbauen können. Das Schöne am Football ist, dass wir am Samstag direkt wieder spielen können – dann ist die letzte Woche egal. Die Lehren sind gezogen, der Blick geht nur noch nach vorne auf Nordic Storm.“
…das neue Niveau der Liga:
„Man merkt sofort, dass die Dichte in dieser Saison extrem hoch ist. Es gibt keine Spiele mehr, von denen man vorab glaubt, dass man sie sowieso gewinnt. Man muss wirklich jede Woche sein absolut Bestes geben, sonst wird es nichts.“
General Manager Ulz Däuber über die Leistungsdichte:
„Die Leistungsdichte ist enorm gestiegen. Auch wenn das nackte Ergebnis aus dem ersten Spiel das nicht sofort widerspiegelt: In dieser Liga kann aktuell wirklich jedes Team jeden schlagen. Wir müssen von der ersten Sekunde an Vollgas geben. Man sieht bei den Top-Teams wie Nordic Storm einfach, wie viel es ausmacht, wenn ein Quarterback und der Coordinator im dritten Jahr zusammenarbeiten. Diese Struktur und Organisation bringen wir hier mit unserem neuen Coaching-Staff jetzt auch rein.“



