Spitzenspiel: Invaders reisen nach Potsdam
Bericht: Johannes Krupp
Foto: Olaf Kerber
Hildesheim. Die Sommerpause ist vorbei – und für die Hildesheim Invaders wartet direkt die vielleicht schwerste Auswärtsaufgabe der gesamten Saison. Am Samstag gastiert das Team von Head Coach Marcus Herford beim amtierenden Deutschen Meister Potsdam Royals. Kickoff im Sportpark Luftschiffhafen ist um 16 Uhr. Für die Invaders geht es darum, den Anschluss an die Spitzengruppe der effect® Energy German Football League zu halten und gleichzeitig ein Zeichen zu setzen, dass die Entwicklung der vergangenen Monate weiter anhält.
Die Ausgangslage verspricht Hochspannung. In der GFL Nord führen die Dresden Monarchs die Tabelle mit einer makellosen Bilanz von 7:0 an. Dahinter folgen die Potsdam Royals mit 6:1, die Hildesheim Invaders rangieren mit 5:1 auf dem dritten Platz. Mit einem Auswärtssieg würden die Invaders den Abstand auf den Deutschen Meister deutlich verkürzen und ihre hervorragende Ausgangsposition im Rennen um die Playoff-Plätze festigen.
Bereits das Hinspiel in Hildesheim zeigte, wie eng die Kräfteverhältnisse phasenweise geworden sind. Zwar setzten sich die Royals letztlich mit 44:21 durch, doch insbesondere in der Anfangsphase begegneten die Invaders dem Serienmeister auf Augenhöhe. Genau dort möchte das Team am Samstag anknüpfen.
Auch die Liga blickt gespannt auf das Duell. In ihrer Vorschau hebt die GFL insbesondere die enorme Qualität der Potsdamer Defense hervor, die zu den besten der Liga zählt. Gleichzeitig gelten die Invaders weiterhin als eines der Teams, das sich in dieser Saison am deutlichsten weiterentwickelt hat und den etablierten Spitzenteams immer näher kommt.
Für zusätzliche Qualität im Kader sorgen mehrere Neuzugänge, die unmittelbar vor dem Spiel in Potsdam zum Team gestoßen sind. Mit Fabian Rolfes verstärken die Invaders ihre Tight-End-Gruppe. Der 1,90 Meter große Braunschweiger spielte viele Jahre für die Lions, gewann dort eine Deutsche Meisterschaft und etablierte sich als zuverlässiger Starter, der sowohl als Passfänger als auch als physischer Blocker überzeugt.
Noch wichtiger dürfte die Verstärkung der Offensive Line sein. Mit Sam Potter und dem Brasilianer Otavio Amorim reagieren die Invaders auf die zahlreichen Verletzungen in der Offense Line. Beide sollen Quarterback Nelson Hughes mehr Zeit verschaffen und gleichzeitig das Laufspiel stabilisieren.
Auch defensiv gibt es Verstärkung. Linebacker Wilhelm Schubertkehrt in den Kader zurück und soll der ohnehin aggressiven Defense zusätzliche Tiefe verleihen. Gemeinsam mit Kyle Kitchens, Julien Thompson und Holden Hughes soll er den Druck auf Potsdams Quarterback Xeaiver Bullock erhöhen.
Dem gegenüber stehen allerdings auch zwei schmerzliche Abgänge. Die Nachwuchstalente Paul Krause und Hannes Schmidt haben die Invaders verlassen und sich der renommierten NFL Academy Europe angeschlossen. Für beide eröffnet sich damit die Chance, sich auf internationalem Spitzenniveau weiterzuentwickeln. Die gesamte Invaders-Familie wünscht beiden Spielern für diesen besonderen Karriereschritt viel Erfolg.
Head Coach Marcus Herford sieht trotz der Favoritenrolle der Royals eine große Chance für seine Mannschaft:
„Potsdam ist seit Jahren das Maß aller Dinge im deutschen Football. Genau solche Spiele wollen wir aber bestreiten. Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir mit den besten Teams mithalten können. Jetzt geht es darum, über vier Quarter konstant auf höchstem Niveau zu spielen, Fehler zu minimieren und unsere Chancen konsequent zu nutzen. Wir freuen uns auf diese Herausforderung.“
Mit dem Sportpark Luftschiffhafen wartet erneut eine beeindruckende Kulisse auf die Invaders. Die Royals gehören seit Jahren zu den erfolgreichsten Programmen Deutschlands und verfügen mit Quarterback Xeaiver Bullock über einen der gefährlichsten Spielmacher der Liga. Gleichzeitig lebt das Team von einer dominanten Defense, die regelmäßig Turnover erzwingt und Spiele entscheidet.
Für die Invaders bietet die Partie die Gelegenheit, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Ein Erfolg beim Deutschen Meister wäre nicht nur ein Ausrufezeichen im Kampf um die Playoffs, sondern auch der Beweis, dass sich die kontinuierliche Arbeit des gesamten Programms auszahlt.gfl







