Spielbericht: Straubing Spiders vs. Dresden Monarchs
Final: 13:34
Bericht: Dresden Monarchs & Max Andorfer
Dresden Monarchs gewinnen beim Süd-Erst-Ligisten Straubing Spiders mit 14:34
Die Dresden Monarchs können auch im zweiten Test vor dem Start in die neue ERIMA GFL Season siegen und überzeugen. Beim Süd-Erst-Ligisten Straubing Spiders gewannen die Sachsen am Samstag mit 14:34 (0:14/7:13/7:0/0:7).
Der sächsische Football-Erstligist steigert sich. Nach dem ersten Test-Match vor einer Woche gegen die Leipzig Lions aus der dritten Liga ging es an diesem Samstag gegen ein Team aus Liga Eins, Staffel Süd. Die Straubing Spiders, in Niederbayern beheimatet, gehören seit letztem Jahr zum deutschen Football-Oberhaus, zogen da aber gleich mal in die Play-Offs um die deutsche Meisterschaft ein. Ein guter Gegner also für einen letzten Test.
Und Dresden startete diesmal, im Gegensatz zu letzter Woche, gleich zu Beginn in Bestbesetzung. Allen voran der neue Spielmacher Quarterback Steven Duncan. Und der legte einen Traumstart hin! Viel Übersicht, etliche starke Pässe und mit seiner Wendigkeit und Statur kaum zu Boden zu ringen. Entsprechend zügig setzten sich die Monarchs ab. Erster Touchdown gleich im ersten Drive, abgeschlossen mit einem kurzen Pass auf Austin Mitchell, ebenfalls ein Neu-Dresdner (PAT Jonas Georgi 0:7). Auch den zweiten Drive schlossen die Monarchs mit Punkten ab. Duncan zunächst mit einem langen, perfekt getimten Pass auf Receiver Leon Otto, dann stark selbst mit Ball zu Fuß. Eric Seidel machte den Sack mit einem Catch nach kurzem Pass zu: 0:14 (PAT Georgi).
Das war schon beeindruckend, blieb aber erwartungsgemäß nicht so. Die Gastgeber waren zwar beeindruckt, aber nicht erschüttert und legten ihrerseits im zweiten Viertel los. Quarterback Chris Robinson dirigierte seine Vorderleute mit viel Übersicht und Straubing kam so zu ersten Punkten. Wenig später hatten die Monarchs zweimal vor, sowohl mit der Offense als auch der Defense, mit Bigplays der Party schon früh eine klare Richtung zu geben. Zunächst erneut Leon Otto, der einen sehr langen Pass zum Touchdown tragen konnte. Dann Samuel Mindham, der den ersten Fehlpass von Straubings Robinson abfing. Doch, bei aller Schönheit dieser spektakulären Spielzüge: sie zählten beide nicht. Immer pfiffen die Schiedsrichter mitten in den Jubel, da sie auf Dresdner Seite Fouls gesehen hatten. Dennoch bitter für die Spiders, beim Return der vermeintlichen Interception verletzte sich Quarterback Robinson und konnte nicht mehr weiterspielen.
Die Gastgeber schickten ihren Backup Quarterback, der gleich den Ball nach einem verpatzen Snap an Dresden übergeben musste. Und da lief es wieder, im wahrsten Sinne: Runningback David Baum mit starkem Lauf zu Touchdown Nr. 3 (PAT Georgi 7:21). Und auch die Monarchs-Defense machte es nun besser und vor allem fehlerfrei: Narrio Walks fing den zweiten Spiders-Fehlpass ab und lief umgehend zum nächsten Touchdown (PAT Georgi nicht gut 7:27). Halbzeit!
Das war rund, das war schön anzusehen, was die Dresden Monarchs da auf den niederbayrischen Platz zauberten. Klar, Testspiel. Aber Abstimmung und Kommunikation funktionierten schon beruhigend reibungslos. Und sowohl Angriff als auch Verteidigung agierten bemerkenswert abgeklärt und vor allem effizient. In Halbzeit Zwei schickten Dresdens Coaches erwartungsgemäß etliche junge Spieler aufs Feld. Spielmacher war, wie schon gegen Leipzig, Quarterback Marvin Schöne. Klar, dass es jetzt etwas mehr ruckelte. Der Auswärtssieg war allerdings zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Straubing verkürzte im dritten Viertel auf 14:27.
Im vierten Viertel stellte Dresden dann auf Dauerlauf um. Egal ob Runningbacks wie Yazan Nasser, David Baum oder Arne Stephan, oder Quarterback Schöne selbst: in der Regel ging es zu Fuß mit Ball übers Feld. Das sorgte für Raum- und Zeitgewinn. Und den finalen Touchdown. Nach einem geblockten Spiders-Punt stand Dresden quasi schon einen Schritt vor der Endzone. Und Arne Stephan überwand ein letztes Mal die tapfer kämpfende Spiders Defense (PAT Georgi 14:34). Schluss!
Mit dem guten Gefühl zweier Siege in den Tests heißt es für die Dresden Monarchs nun die letzten zwei Wochen Feinabstimmung. Am 21. Mai geht es dann beim ersten Punktspiel bei den Marburg Mercenaries richtig los!
Spielbericht von Straubing:
Spiders unterliegen im Härtetest gegen Dresden Monarchs – 14:34-Niederlage im SpiderDome mit Licht und Schatten
Die wichtigste Nachricht vorneweg – Quarterback Chris Robison geht es gut, die Herausnahme war eine reine Vorsichtsmaßnahme: „Chris hatte einen unglücklichen Hit kassiert, daher haben wir sofort reagiert und ihn aus dem Spiel genommen. Dadurch mussten wir erstmal alles umwerfen, weil Sven Dorfner nicht für die Quarterback-Position gedacht war und überhaupt selbst erst einmal sich wieder zurechtfinden musste. Natürlich hatten wir in der Offense dadurch Schwierigkeiten in der Abstimmung, sind aber im Laufe der Partie immer besser reingekommen!“, so Head Coach CB Cantwell.
Der Auftakt lief denkbar unglücklich für die neuformierte Spiders-Mannschaft – die Dresdner marschierten über das Feld, auch ein wenig Glück durch forcierte Aktionen des neuen Quarterbacks auf Seiten der Sachsen. Ein Abstimmungsfehler im Defense Backfield sorgte für einen völlig freien Receiver in der Endzone zum 0:7 (PAT erfolgreich). Der erste offensive Drive der Spinnen war leider bereits nach drei Versuchen wieder beendet, im Gegenzug klingelte es dann bereits das zweite Mal in der Endzone der Spiders zum 0:14 (PAT erfolgreich).
Die richtigen Worte wurden gefunden, die Offensive der Spinnen konnte erstmals zeigen, was in ihr steckt – variabel, wie man es kennt marschierten sie durch die Defensive der Monarchs, zogen Strafen und agierten immer selbstbewusster, die Folge waren dann zwei Premieren – Quarterback Chris Robison fand seinen britischen Receiver Aaron Jones zum 07:14 (PAT S. Dorfner).
Dieser Score brachte dann der gesamten Mannschaft Selbstvertrauen, die Defense markierte ihren ersten Stopp an diesem Nachmittag, die Offensive war heiß und marschierte los – bis zur folgenschweren Verletzung von Robison: „Danach war die Euphorie natürlich wie weggeblasen und wir mussten uns erst wieder sammeln und uns auf diese Situation einstellen. Die Mannschaft hat sich versucht reinzubeißen, aber gerade das Timing, Abstimmung musste sich natürlich alles erst finden und wir überließen Dresden den Ball teilweise in sehr ungünstigen Positionen!“, so CB Cantwell. Da auch die Defensive deutlich mehr Spielzeit nehmen musste, markierten die Monarchs einen weiteren Touchdown, ehe dann noch ein Interception-Return Touchdown den Halbzeitstand von 07:27 besiegelte.
Nach dem Seitenwechsel kam die Mannschaft immer besser in Spiel, die ein oder andere unglückliche Aktion verhinderte dann weitere Punkte, ehe dann Kamal Cass ein ums andere Mal seine Klasse aufblitzen ließ – mehrere großartige Läufe über die Mitte, über außen dazu Sven Dorfner, der immer sicherer wurde, sorgte dann für einen sehenswerten Lauf über die Außenseite zum 14:27. Mehr sollte auf Seiten der Spiders nicht mehr funktionieren, Dresden fand auch noch einmal die Endzone zum 14:34-Endstand.
„Es war ein Test mit Licht und Schatten. Gerade der Ausfall von Chris hat unseren Plänen einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Sven hat das Ganze super gemacht, aber natürlich fehlte der gesamten Offensive dann die Abstimmung, das Timing – das haben wir während dem Spiel dann finden müssen, worauf die Mannschaft jedoch sehr gut reagiert hat. Dennoch – wir müssen jetzt die folgenden zwei Wochen hart daran arbeiten, die Fehler abzustellen. Braunschweig wird uns nichts schenken, daher müssen wir voll fokussiert und vorbereitet sein!“, so CB Cantwell.
Die Spiders haben nun noch zwei Wochen Zeit, ehe am 20.05. der deutsche Rekordmeister New Yorker Lions seine Visitenkarte im SpiderDome abgibt.




