Published On: 12. Juni 2023

Rhein Fire gewinnt in Hamburg vor Rekordkulisse

Ergebnisse
Quarter: 3:7, 6:7, 0:13, 13:0
Final: 22:27
Redaktion
Bericht: Hamburg Sea Devils / Rhein Fire
Foto: Hamburg Sea Devils

Hamburg Sea Devils spielen im Volksparkstadion vor Rekordkulisse! 32.500 Zuschauer genießen Footballsonntag bei bestem Wetter

Die Hamburg Sea Devils stellen einen neuen Zuschauerrekord auf! Insgesamt 32.500 Zuschauer zogen ins Volksparkstadion des Hamburger SV, um ihre „Seeteufel“ gegen Rhein Fire spielen zu sehen. Die knappe 22-27-Heimniederlage trübte die Stimmung dabei jedoch nicht.

Schon vor dem Spiel waren die meisten Fans zur Power Party gepilgert, um im Volkspark den American Football zu feiern. Auftritte der Hamburger Goldkehlchen und von Lorena Daum sorgten für ausgelassene Feierlaune im Stadion. Mit Otto Waalkes war eine echte Prominenz gleich für den Coin-Toss des Rekordspiels zuständig. Es war das größte Footballspiel in einer Regular Season, das jemals im Volksparkstadion ausgetragen wurde. Zudem brach man auch den Zuschauerrekord der noch jungen European League of Football Geschichte.

Aufseiten der Hamburg Sea Devils sicherten Quarterback Preston Haire, Wide Receiver Jean-Claude Madin Cerezo und Malik Stanley sowie Kicker Eric Schlomm die Punkte.

Jean-Claude Madin Cerezo zum Spiel: „Die Stimmung war unglaublich. Die Unterstützung in unserem Rücken zu wissen, ist ein fantastisches Gefühl. Es hat leider nicht gereicht am Ende, aber dennoch sind wir sehr dankbar, dass wir dieses Spiel im Volksparkstadion bestreiten durften.“

Auch Matthias Spiegel, Linebacker der Sea Devils, zog eine optimistische Bilanz: „Die Stimmung war mega! Es war ein Statement für die Liga und wir hoffen, dass das irgendwann einmal Standard im europäischen Football werden kann.“

Im kommenden Spiel reisen die Hamburg Sea Devils zum Conference-Rivalen aus Köln.

Bericht: Hamburg Sea Devils

Rhein Fire gewinnt in Hamburg vor Rekordkulisse!

Mit Bravour und einem deutlichen Ausrufezeichen hat Rhein Fire seine erste Auswärtsaufgabe des Jahres in der European League of Football (ELF) gelöst. Bei den Hamburg Sea Devils feierte die Mannschaft um Spielmacher Jadrian Clark vor der Liga-Rekordkulisse von 32.500 Zuschauern im Volksparkstadion einen letztlich souveränen 27:22 (7:3, 7:6, 13:0, 0:13)-Erfolg. „Wir waren gut vorbereitet, die Hamburger Defense hat so gespielt, wie wir es erwartet haben“, strahlte Quarterback Clark, der zu Patrick Poetsch, Florian Eichhorn und Nathan Robitaille drei Touchdown-Pässe warf. „Ein großes Danke an meine O-Line, die mir immer wieder die nötige Zeit gegeben hat..“ Genau wie in der Vorwoche beim 33:9 gegen Frankfurt Galaxy steuerte zudem Omari Williams einen Defense-Touchdown bei, als er einen Pass von Devils-Spielmacher Preston Haire abfing und über 80 Yards zurücktrug.

Dabei war Fire ausgesprochen unglücklich gestartet: Gleich in der ersten Angriffsserie rutschte ein Clark-Pass durch die Hände von Wide Receiver Robitaille und wurde von Hamburgs Deion Harris abgefangen. Aber die Gäste ließen sich nicht beeindrucken: Nach dem zweiten Pass der Hausherren schlug Omari Williams den Ball aus den Händen von Malik Stanley frei und eroberte das Spielgerät für Fire zurück. In der Folge spulte die Offense der Rheinländer recht souverän ihr Programm runter und punktete durch variables Spiel, während die Defense ihrerseits nicht viel anbrennen ließ gegen die Hanseaten, die in der Vorsaison noch beide Begegnungen mit 40:16 und 42:16 klar gewonnen hatten.

Kurz vor der Pause großes Pech für Fire: Auf dem Weg, die 14:9-Führung auszubauen, wurde zunächst ein übler Angriff eines Devils-Verteidigers mit der Schulter gegen Clark von den Referees nicht geahndet. Da die Schiedsrichter eine andere Restspielzeit als die öffentlich angezeigte hatten, wurden die völlig überraschten Mannschaften kurz danach in die Pause geschickt, als der Gäste-Angriff schon vier Yards vor der Endzone stand. „Da haben wir Glück gehabt, ich hatte auch gedacht, dass noch gespielt wird“, gestand Hamburg Cheftrainer ‚Chuck‘ Jones nachher ein.

Auch nach der Pause dominierten die Rheinländer und bauten ihren Vorsprung auf 27:9 aus. Im Schlussabschnitt konnten die unermüdlich kämpfenden Hamburger noch einmal herankommen, wirklich in Gefahr geriet der Fire-Sieg aber nicht mehr. In der Deckung überzeugten – neben Williams –  besonders die Linebacker Marius Kenzy, Flamur Simon und Martin Pinter, im Laufspiel sorgte Sergej Kendus für einige Highlights. Verbesserungsbedürftig bleibt das Kicking Game: Ein Extrakick und ein Fieldgoal-Versuch aus 38 Yards wurden geblockt, zudem schoss Kicker Sebastian van Santen aus 51 Yards daneben. „Wir haben insgesamt noch viel zu viele Fehler gemacht“, sagte Offense Coordinator Andrew Weidinger nachher, fügte aber strahlend hinzu: „Allerdings ist es nicht ganz so schlimm, wenn man die Fehler in einem Spiel macht, das man trotzdem gewinnt.“

So geht’s weiter
Am kommenden Sonntag (18. Juni 2023, Kick-off: 16.25 Uhr) erwartet Rhein Fire die Paris Musketeers zum nächsten Heimspiel in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena. Das Team aus der französischen Metropole wurde erst im vorigen Herbst gegründet und ist mit Nationalspielern von Football-Europameister Frankreich gespickt. Ihre Auftaktpartie gewannen die Musketiere mit 24:17 bei den Cologne Centurions, dieHeimpremiere verloren sie nach einer 14:6-Halbzeitführung mit 20:29 gegen Stuttgart Surge.

Bericht Rhein Fire / Jürgen Nitsch

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