Potsdam Royals entthronen Dresden Monarchs im eigenen Stadion!
Final: 21 : 57
Bericht: Toni Salitz
Foto: Anastasia Goncharova, Rico Schneider
Am vergangenen Samstag kamen gut 2400 Zuschauer in das Stadion an der Bärnsdorfer Straße in Dresden um das vermutlich beste Spiel der bisherigen Saison zu sehen. Viele vermuteten in diesem Spiel bereits auch schon den German Bowl am 14. Oktober in Essen. Leider wurden viele Zuschauer enttäuscht denn es war zu größten Teilen eine Machtdemonstration Der Potsdam Royals. Die Monarchs hatten mit vielen Ausfällen zu kämpfen. Zu allem Übel verletzte sich Star Receiver Austin Mitchell vor dem Spiel, sodass man entschied, ihn sicherheitshalber nicht Spielen zu lassen. „Er ist unser Playmaker, macht im Schnitt 30 Punkte. Das wirkt sich einfach enorm aus, wenn so ein Spieler fehlt“ so Offensive Coordinator der Dresden Monarchs, Robert Cruse.
Doch schien es in den ersten beiden Drives die zu erwartende spannende Partie zu werden. Jeweils wurde der Drive im vierten Versuch durch hochkonzentriert arbeitende Defenses gestoppt und es kam zum Punt. So war es nach etwa 5 Minuten Steven Duncan mit einem 20 Meter Pass auf Eric Seidel in die Endzone. Der anschließende PAT durch Moghaddam war gut und es stand 07:00.
Potsdam antwortete noch im ersten Quarter. Mit einem kurzen Lauf von Heiko Bals in die Endzone erzielten sie ihren ersten Touchdown. Die folgende 2-Point-Conversion nahm der Quarterback Jaylon Henderson selbst in die Hand und stellte kurz vor Ende des ersten Quarters auf 07:08 für die Royals.
Nach einer Interception des Dresdner Quarterbacks Steven Duncan hatten es die Royals nicht mehr weit in deren Endzone. Jaylon Henderson findet mit einem Pass über 40 Meter Thomas Jenkins in der Endzone. Die 2-Point-Conversion ist erneut gut, Spielstand 07:16 bei 10:30 Minuten in der ersten Hälfte. Danach machte Dresden das Spiel schnell, schließlich wollte man Potsdam nicht zu weit ziehen lassen. Das Spielfeld wurde innerhalb einer Minute überquert und Nico Barrow lief die letzten fünf Meter zum zweiten Touchdown für die Monarchs in die Endzone. Der Versuch für zwei Punkte zu gehen schlug fehl. Neuer Spielstand 13:16 und noch 9:30 zu spielen. Das Spiel behielt seine Geschwindigkeit. Denn auch Potsdam überquerte das Feld sehr schnell und kam nur zwei Minuten
später wieder in die Endzone der Dresdner. Simon Fons empfängt einen 20 Meter Pass von Henderson zum Touchdown. Erneut folgt eine gute 2-Point-Conversion zum zwischenzeitlichen 13:24. Weitere zwei Minuten später waren es die Dresdner mit einem Pass auf Tommy Wilson der den Ball in die Endzone bringt. Der anschließende Versuch für zwei Punkte gelingt und Dresden konnte auf 21:24 verkürzen. Und das Spiel behielt seine Geschwindigkeit bei. Nach nur einer weiteren Minute war es erneut Henderson der Jenkins über gut 20 Meter zum Touchdown fand. Der Versuch für zwei Punkte war nicht gut – 21:30. Dresden versuchte weiter Schritt zu halten, doch schien irgendwie die Puste auszugehen und man lief nur noch hinterher. Der folgende Drive der Dresdner endete schnell in einem Punt sodass Potsdam vor der Halbzeit noch mal die Möglichkeit bekam aufs Scoreboard zu kommen. Mit auslaufen der Uhr erzielte Finn Krause den Touchdown fürdie Royals. Der PAT durch Bals ist gut und der Halbzeitstand von 21:37 hergestellt.
Das bis dahin durchaus spannende und offene Spiel sollte sich aber in der zweiten Hälfte komplett ändern. Dresden fand gar nicht mehr ins Spiel, was vermutlich auch daran lag, dass sich Steven Duncan und Hayden Braga bereits früh im Spiel verletzten. So war es nach vier gespielten Minuten der Potsdamer Spielmacher der selber in die Endzone lief. Eine erneute schlecht 2-Point-Conversion bedeutete den zwischenzeitlichen Spielstand von 21:43. Nachdem Dresden wieder punten musste, konnten die Royals im dritten Quarter noch einmal scoren. Brandon Polk empfängt einen Pass von Henderson über knapp 25 Meter zum Touchdown. Bals PAT zum 21:50 ist gut.
Im letzten Quarter passierte, außer Unsportlichkeiten, nicht mehr viel. Kurz vor Spielende ist es Heiko Bals mit dem Lauf in die Endzone und dem anschließenden PAT der das Endergebnis von 21:57 herstellt.
Potsdam war an diesem Tag das klar bessere Team und hat seine Titelambitionen untermauert. „Wir waren heute gut vorbereitet, haben aus dem Hinspiel gelernt und uns dementsprechend angepasst. Wir haben unsere Defense bisschen umgestellt aber es war in allen Mannschaftsteilen eine überragende Leistung“ so der Headcoach der Potsdam Royals im Interview mit GFN. „Wir wollten hier heute unbedingt gewinnen, dass es so deutlich wird, ist natürlich umso schöner.“
Die Royals bereiten sich auf ihr vermeintlich leichtes Auswärtsspiel in Kiel vor, während es für die Dresdner wieder in die Hauptstadt zu den Berlin Adler geht.
