Published On: 14. Juni 2026

Monarchs wehren sich gegen bissige Löwen

Redaktion
Bericht: Dresden Monarchs

Dresdner siegen auch bei den Braunschweig Lions

Die Dresden Monarchs bleiben auch im fünften Spiel der laufenden Saison ungeschlagen. Selbst wenn die Sachsen diesmal deutlich mehr Mühe hatten, behielten sie bei den Braunschweig Lions mit 24:16 die Oberhand (0:0/10:14/3:3/3:7).

A Win is a Win! Stimmt so und hat auch nach diesem Wochenende Bestand. Dresden holt wichtige Punkte bei den Braunschweig Lions. Hatte es aber zum ersten Mal in dieser Spielzeit mit einem wirklich bissigen und stark aufspielenden Gegner zu tun. Dominierten die Sachsen noch im Hinspiel deutlich mit 47:8, hatten die Braunschweiger die Zwischenzeit gut genutzt, um sich besser einzustellen. Vor allem Dresdens Angriff hatte von Beginn an seine liebe Not gegen eine aggressive und aufmerksame Verteidigung. Belege dafür sind ein mageres Firstdown im ersten Viertel und Punkte nur gegen Ende der ersten Halbzeit. Braunschweig machte das clever: Legte, dirigiert von einem deutlich besser spielenden Quarterback Ryon Thomas immer wieder lange Drives auf den Rasen und parkte so die Monarchs-Offense an der Sideline. Dresdens Defense spielte ordentlich, ließ zwar immer wieder Raumgewinn, aber in der Regel wenig Zählbares zu. Punkte gab es erst im zweiten Viertel. Und die kamen nach einem geblockten Dresdner Punt kurz vor der eigenen Endzone. Braunschweigs Leo Pierre Hernandez griff den freien Ball auf und lief die wenigen Schritte über die Goalline. Touchdown Lions plus Zusatzpunkt von Kicker Marc Peschelt: 7:0. Erst jetzt kam Dresdens Angriff in Fahrt, spulte einen schnellen und konzentrierten Drive ab und schloss gut zwei Minuten vor der Pause mit dem Touchdown zum Ausgleich ab. Rocky Lombardi auf Montigo Moss und Kicker Florian Finke mit dem anschließenden PAT: 7:7. Da war jetzt Schwung drin! Braunschweig legte zwar via Fieldgoal von Kicker Peschelt zum 10:7 nach, aber die Monarchs hatten schnell eine Antwort. Zwei lange Pässe, ein starker Lauf von Runningback Tofunmi Lala und endlich lag Dresden in Führung. Touchdown Jordi Torrededia, Zusatzkick Finke – 10:14 Halbzeitstand.

Die Monarchs wollten direkt nach der Pause das Tempo halten, begannen stark – und mussten den Ball nach einem Fumble schnell abgeben. Die Gastgeber bedankten sich und verkürzten auf 13:14. Man merkte, dass den Sachsen all das wenig schmeckte. Sofort war wieder Unsicherheit im Angriff. Der Drive danach kam nach nur drei Spielzügen zu einem frühen Ende. Dresdens Defense blieb aufmerksam und schickte die Lions ebenso schnell vom Platz. Wieder die Offense, diesmal konzentriert und mit Zug. Dennoch war kurz vor der Lions-Endzone Schluss. Dafür ließ sich Florian Finke die Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte per Fieldgoal auf 13:17. Schussviertel. Richtig spannend! Braunschweig spürte, dass da heute was gegen Dresden gehen könnte. Dresden hingegen stemmte sich gegen einen möglichen ersten Punktverlust, agierte aber weiterhin nervös. Braunschweig bejubelte schon einen abgefangenen Pass, die Schiedsrichter sahen den aber unvollständig. Dresdens Defense feierte seinerseits wenig später einen Fumble von Braunschweigs Quarterback Thomas. Doch auch hier hatten die Offiziellen den Ausgang anders bewertet. Die Monarchs riefen jetzt nochmal alles ab. Schöner Drive, präzise Pässe und starke Läufe über David Moore. Und der besorgte dann auch verdient den entscheidenden Touchdown (PAT Finke 13:24). Braunschweig versuchte ein letztes Mal zu antworten, kam bis weit in die Monarchs-Hälfte und erzielte ein weiteres Fieldgoal (16:24). Noch waren zwei Minuten Zeit. Ein weiterer Touchdown nebst Conversion hätte den Ausgleich bedeutet. Doch den fälligen Onside Kick konnte Dresden sichern. Die Entscheidung!

A Win is a Win! Bleibt dabei. Eine andere Sportphrase: Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Die weiteren Hürden im Laufe der Saison werden aber nicht eben niedriger. Unterm Strich bleibt aber: Einen unbequemen Gegner bezwungen, die eigene Unsicherheit im entscheidenden Moment besiegt und die fälligen Punkte mit nach Hause genommen. Das ist es, was zählt. Der Rest ist Arbeit unter der Woche, ehe am kommenden Samstag, 20. Juni 2026, die Kiel Baltic Hurricanes im Dresdner Heinz-Field vorstellig werden.

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