Published On: 31. August 2026

Mit weißer Weste in die Playoffs

Redaktion
Bericht: Jörg Schmitz/Julia Brenner
Foto: Manfred Löffler

Schwäbisch Hall Unicorns gewinnen gegen Regensburg Phoenix mit 37:13 / Rayjuon Pringle erzielt drei Touchdowns

Zwölf Siege ohne Niederlage: Mit dieser eindrucksvollen Bilanz beschließen die Unicorns ihre Hauptrunde in der effect® ENERGY GFL. Nach einer zweiwöchigen Sommerpause benötigte der Südmeister gegen Regensburg etwas Zeit, um in seinen Rhythmus zu finden. Nach einem Halbzeitstand von 14:6 gelang es den Gastgebern vor 1.831 Zuschauern im OPTIMA Sportpark, den tüchtigen Aufsteiger aus Regensburg in der zweiten Spielhälfte zunehmend abzuschütteln.

Mit Julius Klenk auf der Quarterback-Position gingen die Unicorns in die Partie – im Hinspiel gegen die Phoenix hatte der langjährige Jugend-QB aufgrund der Verletzung von Lars Heidrich sein Debüt als Spielmacher gefeiert. Im insgesamt sechsten Spiel auf der QB-Position brachte Klenk 88 Prozent seiner Pässe für 238 Yards an – unter anderem auf US-Receiver Rayjuon Pringle, den Klenk gleich dreimal in der Endzone fand. Bis der Haller Angriff ins Laufen kam, näherte sich die Spieluhr im OPTIMA Sportpark aber bereits der Halbzeitpause an.

Geprägt von Laufspiel ging das erste Viertel punktlos zu Ende. Der jeweils erste Drive beider Mannschaften wurde von der gegnerischen Defense frühzeitig gestoppt. Bei ihrem zweiten Auftritt Feld bewegte die Phoenix Offense den Ball mit ihrem dominanten Running Back Nebechi Abana erfolgreich über das Feld. Tief in ihrer eigenen Hälfte konnte die Unicorns Defense Regensburg aber in einen langen vierten Versuch zwingen. Der anschließende Field Goal-Versuch ging an den Torstangen vorbei. Anschließend erschien auch der zweite Drive des Haller Angriffs vielversprechend, bis Magnus Bumiller nach einem Catch den Ball verlor, den der Regensburger Mika Stieger über 70 Yards zur 0:6-Führung in die Endzone zurücktrug. 

Nach zwei weiteren Drives, in denen die Defense-Reihen dominierten und den schnellen Ballbesitzwechsel erzwangen, legte Rayjuon Pringle mit einem sehenswerten Punt-Return über 51 Yards die Grundlage für die anschließenden Punkte, die er bei noch 2:52 Minuten bis zur Halbzeitpause selbst nach sehenswertem Pass von Klenk zum 7:6 (PAT durch Timo Bronn) selbst erzielte. Nach einem verunglückten Punt der Phoenix kam die Haller Offense wenig später tief in der gegnerischen Hälfte erneut in Ballbesitz und verwandelte die Vorlage erneut durch die Combo Klenk auf Pringle zum 14:6-Halbzeitstand (PAT Bronn).

Nach der Pause starteten die Unicorns mit Ballbesitz und münzten diesen in Zählbares. Bei noch sieben Yards bis zum First Down im vierten Versuch entschied sich Head Coach Felix Brenner, das Field Goal-Team auf das Feld zu schicken. Per 46 Yard-Field-Goal stellte der neue Kicker Timo Bronn seine Fähigkeiten eindrücklich unter Beweis. Die drei Zähler zum 17:6 waren die einzigen des dritten Quarters, das aufgrund des hohen Laufspiel-Anteils schnell über die Bühne ging und von einer starken Unicorns Defense geprägt wurde. Erst zu Beginn des Schlussviertels war es nach einem sehenswerten und ausgewogenen Drive wiederum Rayjuon Pringle, der einen 29-Yard-Pass von Julius Klenk zum 24:6 (PAT Bronn) verwertete. Weil die Haller Verteidigung den Gästen, die mittlerweile verletzungsbedingt auf ihren Stamm-QB Cameron Yowell verzichten mussten, in dieser Phase kaum Raumgewinn zugestand, kamen die TSG-Footballer wenig später wieder in Ballbesitz. Und nun war die Zeit gekommen, um am Boden den ersten Touchdown des Spiels zu erzielen: Kelley Joiner nutzte eine von der Offensive Line erarbeitete Lücke zum 47-Yard-Lauf in die Endzone. Die 31:6-Führung (PAT Bronn) konnte Positionskollege Mathis Harang nur wenige Minuten später auf 37:6 ausbauen, bevor Regensburg seinen letzten Angriff, und damit seine erste GFL-Saison, erfolgreich per 42-Yard-Pass von Ersatz-Quarterback Gary Tyler auf Nicolas Hayes abschließen konnte.

Getrübt wurde das erfolgreiche Hauptrundenfinale der Unicorns im vierten Viertel von der Beinverletzung von Marco Fischer. Nach einer mehrminütigen Unterbrechung verabschiedeten beide Mannschaften und das gesamte Publikum den Haller O-Liner in den Krankenwagen. „Wir senden beste Genesungswünsche an Marco“, so Head Coach Felix Brenner nach dem Spiel, dem die Verletzung sichtlich zu schaffen machte. „Marco ist als Starting Tackle ein wichtiger Bestandteil unserer erfolgreichen Offense und wird uns sehr fehlen.“ Darüber hinaus zollte Brenner den Gästen seinen Respekt: „Hut ab vor Regensburg, die heute nicht nachgelassen haben und hinsichtlich der Playoffs genau die richtige Einstimmung für uns waren.“ Dort wartet im Viertelfinale am 12. September (16 Uhr, OPTIMA Sportpark) mit den Düsseldorf Panther ein Team, das die Haller aus dem Vorbereitungsspiel kennen: „Düsseldorf hat im Norden mit Platz vier ein Ausrufezeichen setzen können und wir werden alles reinwerfen müssen.“ 

Die Punkte für Schwäbisch Hall erzielten: Rayjuon Pringle (18), Timo Bronn (7), Kelley Joiner (6), Mathis Harang (6)

Viertelergebnisse: 0:0 / 14:6 / 3:0 / 20:6    Final 37:13 

Alle Punkte:
0:6 – Mika Stieger – 70-Yard-Fumble-Return (PAT nicht gut)

7:6 – Rayjuon Pringle – 20-Yard-Pass von Julius Klenk (PAT Timo Bronn)

14:6 – Rayjuon Pringle – 6-Yard-Pass von Julius Klenk (PAT Timo Bronn)

17:6 – Timo Bronn – 46-Yard-Field Goal

24:6 – Rayjuon Pringle – 29-Yard-Pass von Julius Klenk (PAT Timo Bronn)

31:6 – Kelley Joiner – 47-Yard-Lauf (PAT Timo Bronn)

37:6 – Mathis Harang – 5-Yard-Lauf (PAT nicht gut)

37:13 – Nicolas Hayes – 38-Yard-Pass von Gary Tyler (PAT Dominik Lassmann)

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