Erster Härtetest der Saison: Razorbacks treffen auf Playoff-Anwärter Pforzheim Wilddogs
Bericht: ifm Ravensburg Razorbacks
Am kommenden Samstag reisen die ifm Razorbacks Ravensburg zu den Pforzheim Wilddogs – und es ist kein gewöhnliches Auswärtsspiel. Nach zwei deutlichen Pflichtsiegen gegen die Saarland Hurricanes und die Allgäu Comets wartet nun der erste echte Gradmesser in dieser noch jungen Saison. Erst drei Spieltage sind absolviert, das Bild in der Liga formt sich gerade erst – und genau deshalb kommt diesem Duell eine besondere Bedeutung zu. Die Wilddogs aus der Goldstadt haben sich in der Offseason konsequent verstärkt und gelten längst als ernsthafter Playoff-Anwärter.
Auf dem Papier hat der Gegner eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Platz drei in der Tabelle, klare Siege gegen die Regensburg Phoenix und die Straubing Spiders, und lediglich eine knappe Niederlage im Interconference-Duell gegen die Berlin Rebels aus dem Norden. Für diesen Rückschlag brauchen sich die Wilddogs nicht zu schämen – das war ein hauchdünnes Ergebnis gegen ein starkes Nordteam. Die Tendenz in Pforzheim zeigt klar nach oben.
Ein wesentlicher Grund für den Qualitätssprung im Kader ist die gezielte Verpflichtung mehrerer Spieler des EFL-Meisters Stuttgart Surge. Diese Personalentscheidungen haben das Niveau in Pforzheim spürbar angehoben und dem Team eine Tiefe gegeben, die in dieser Form zuvor nicht vorhanden war. Die Defense hat davon besonders profitiert und ließ in den bisherigen Partien nur wenige Punkte zu – ein Zeichen, dass der Kader tatsächlich zusammengewachsen ist.
Mit Jeremy Conley und Martin Körber stehen zwei frühere Razorbacks in den Reihen der Wilddogs. Das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern verleiht dem Spiel eine persönliche Note – für beide Seiten dürfte das eine kleine Extraportion Motivation bedeuten.
Was die Partie für die Razorbacks anspruchsvoll macht, ist vor allem die Passoffensive der Wilddogs. In der zweiten Halbzeit gegen die Allgäu Comets wurde deutlich, dass in der Passverteidigung noch Abstimmungsbedarf besteht. Gegen eine derart passstarke Offense kann sich das Team solche Phasen nicht leisten. Die Oberschwaben müssen von Beginn an kompakt stehen, Zuordnungen klar halten und dem gegnerischen Quarterback keine freien Fenster bieten.
Offensive Coordinator Jake Suggett gibt sich dabei selbstbewusst, ohne die Aufgabe kleinzureden: „The guys are ready to play, they’ve been excited about this match up for a couple weeks. The talent level this week is much higher than what we have seen for the past 2 games so they know it won’t be an easy game. We will be at full strength come this weekend.“ Die Ansage ist klar: Die Razorbacks kommen nicht nach Pforzheim, um zu verwalten – sie kommen, um zu gewinnen.
Dieser Samstag wird zeigen, wo die Oberschwaben in dieser noch frühen Saisonphase wirklich stehen. Zwei Siege gegen direkte Konkurrenten sind ein guter Start – aber Pforzheim ist eine andere Aufgabe, eine andere Qualität. Genau das ist es, was dieses Spiel so reizvoll macht. Die Razorbacks wissen das. Und sie freuen sich darauf.
Kickoff ist am Samstag 30.05.2026 um 16 Uhr.



