Erneuter Krimi in Troisdorf – Paladins punkten in den letzten Sekunden und bringen einen wichtigen Sieg nach Hause
Bericht: Ingo Hübner Silva
Foto: majunsports
Es war wieder ein Herzschlagfinale, wie wir es dieses Jahr in der RegionalligaNRW schon so häufig erlebt haben. Erst wenige Sekunden vor Ende findet Kai Rosin seinen Receiver Omunique Wilkerson zum entscheidenden 21:20 in der Endzone.
Vor der Partie war klar, dass mächtiger Druck auf beiden Teams lastete. Der Sieger würde im Kampf um Platz 4 bzw. 5 einen großen Schritt nach vorne machen, während der Verlierer mit dem Rücken zur Wand stände. Vor rund 300 Zuschauern, davon etwa 100 mitgereiste Solinger Fans, fanden die Jets wesentlich besser ins Spiel.
Die Gastgeber erwischten einen Blitzstart und gingen früh mit 7:0 in Führung. Die Troisdorfer waren in dieser Phase besonders im Laufspiel kaum zu stoppen, doch die Paladins zeigten Moral und kämpften sich über das Feld. Kurz vor der Endzone misslang dann jedoch ein Pass von QB Kai Rosin, sodass Troisdorf sogar die Chance zu einer höheren Führung hatte. Die Chance ließen sich die Jets nicht nehmen und legten zum 0:14 nach. Die Defense von Coordinator Marco Ruth fand nach den ersten Minuten allerdings immer besseren Zugriff und verhinderte Schlimmeres. Unter anderem war es Niclas Fiorillo, der ein Jets-Fumble für seine Farben sichern konnte. Auch Offense Coordinator Michel Fritsche passte sein Konzept an und so konnte die Offense neben einigen First Downs auch endlich in Form von Myles Bailey zum 6:7 (PAT fail) anschließen. So ging es dann auch in die Halbzeit.
Beide Teams schenkten sich wenig und so dominierten die Verteidigungsreihen. Die Paladins kamen der Endzone nach einem starken Drive wieder sehr nahe und so konnte Anton Lange mit einem schönen Fieldgoal auf 9:14 verkürzen. Kurz darauf schnappte sich Myles Bailey den Ball und sprintete über 75 Yards in die Endzone. Solingen führte erstmals mit 15:14 (PAT fail). Aber auch die Jets fanden nun eine passende Antwort und eroberten erneut die Führung zum 15:20 (PAT fail).
Die Spannung war förmlich greifbar als Kai Rosin seine Offense kurz vor Schluss ein letztes Mal auf den Rasen führte. Ein guter Mix aus Läufen und Pässen brachte die Paladins bis auf wenige Inches an die Endzone heran. Die Jets hielten mehrmals erfolgreich dagegen, bis dann Rosin den sich freilaufenden Omunique Wilkerson fand und diesen mustergültig bediente. 21:20 (PAT fail) für Solingen und nur noch Sekunden auf der Spieluhr. Die verbleibende Zeit lief im Anschluss ohne weitere Punkte herunter und so konnte sich das Team von den mitgereisten Fans feiern lassen.
Stimmen zum Spiel
„Natürlich sind wir erleichtert, das Team hat bis zum Ende an sich geglaubt und die Ernte verdient eingefahren“, resümierte ein sichtlich mitgenommener Cheftrainer Alexander Thomas nach dem Abpfiff. „Wir können jetzt die positive Energie mit ins Finale gegen Remscheid nehmen.“
Auch Pressesprecher Jens Merten war erleichtert: „Es ist mir wichtig zu betonen, dass die Coaches heute wieder einen großartigen Job gemacht haben, indem sie während des Spiels die richtigen Änderungen und Entscheidungen getroffen haben. Als Zuschauer konnte man von Drive zu Drive sehen, wie die Strategien angepasst wurden.“
Nun richtet sich der Blick sofort wieder nach vorne. Thomas hebt die sportliche Brisanz der kommenden Woche hervor: „Das Spiel gegen den Amboss kann im schlechtesten Fall über die gesamte Saison entscheiden. Wir haben aber nun alle Karten in der Hand, um den 4. Platz zu behalten. Das ist unser klares Ziel.“ Am kommenden Samstagtreffen die Paladins auf den Remscheid Amboss. Das Saisonfinale im Walder Stadion beginnt um 16 Uhr.



