ELF Spieltagsvorschau Surge – Guards / Galaxy – Rhein Fire
Bericht: Stuttgart Surge / Frankfurt Galaxy
Stuttgart Surge – Helvetic Guards
Nach dem sich die Stuttgart Surge am vergangenen Spieltag mit dem 38:28-Auswärtssieg bei den Raiders Tirol den Central Conference-Titel und den Einzug in die Playoffs sicherte, steht nun das letzte Spiel der Regular Season an. Am Sonntag, dem 03. September, ist um 16:25 Uhr Kickoff für das Heimspiel gegen die Helvetic Guards.
Die Surge will das zweite Spiel gegen die Helvetic Guards erfolgreicher gestalten wie das erste, als man auswärts eine 13:31-Niederlage einstecken musste. Auch wenn die Playoffs schon sicher sind, will man mit einem weiteren Erfolgserlebnis in die Playoffs starten.
Die Helvetic Guards spielen wie die Surge in der Central Conference der European League ofFootball. Dort stehen sie mit drei Siegen und acht Niederlagen auf dem vierten Platz und haben keine Chance mehr in die Playoffs einzuziehen. Trotzdem werden auch die Guards ihre Saison mit einem Sieg beenden wollen. Daran wird vor allem Silas Nacita ein großes Interesse haben. Das amerikanische Schweizer Taschenmesser der Guards wird nach dieser Saison seine aktive Karriere beenden. In dieser Saison war Nacita mit 500 Receiving Yards und 480 Rushing Yards einer der wichtigsten Spieler für die Guards. Von dem Running Back/Wide Receiver profitierte vor allem auch US-Quarterback Tristan Noble, der bisher für 780 Yards und vier Touchdowns warf. In der Defense der Guards überzeugten besonders der amerikanische Defensive End John Tavai (6 Sacks, 12 Tackles for Loss) und der französische Cornerback Maceo Beard (8 Interceptions). Angeführt wird das Team vom erfahrenen Head Coach Norm Chow, der viele Jahre als College- und NFL-Coach tätig war.
Vor ca. 4000 Zuschauern will die Surge nun also einen Heimsieg im letzten Spiel der Regular Season feiern und den Schwung dann mit in die Playoffs nehmen.
Frankfurt Galaxy – Rhein Fire
„Das Beste kommt zum Schluss“ ist nicht nur der Titel eines berühmten Spielfilms des kongenialen Duos Jack Nicholson und Morgan Freeman, der Titel könnte auch das letzte Heimspiel der Frankfurt Galaxy überschreiben. Mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter Rhein Fire gastiert das Über-Team der Western Conference am Main und trifft dort auf den Tabellenzweiten, der zuletzt zehn Siege in Folge aufwies.
Die Fans schauen erwartungsfroh auf den kommenden Sonntag, wenn sich die beiden ewigen Rivalen aus alten NFL-Europe-Zeiten (bis 2007) am Bornheimer Hang gegenüberstehen. Beide eint aktuell das frühe Erreichen der Playoffs, so dass sowohl Düsseldorf als auch Frankfurt ohne den ganz großen Druck in die Partie gehen können. Doch die jahrzehntelange Rivalität, die der Begegnung in der breiten Öffentlichkeit das Prädikat „DAS deutsche Derby“ einbrachte, lodert gestern wie heute am Main und Rhein.
Noch nie brachte Galaxy so viele Tickets im Vorverkauf für eine Heimpartie der European League of Football (ELF) an die Fans wie für das letzte Match der Hauptrunde. Schon zwei Wochen vor dem Kick-off waren alle Sitzplätze in der PSD-Bank Arena vergeben, Galaxy musste erstmalig zusätzliche Stehplatz-Blocks freischalten. Die meistgestellten Fragen sind, wie die beiden Coaches die Partie nur eine Woche vor dem Start der Playoffs angehen werden, ob man angeschlagenen Spielern eine kurze Pause gönnt oder gar Verletzungen durch den Einsatz der zweiten Garde vermeiden will. Frankfurts Cheftrainer Thomas Kösling duckt sich sehr diplomatisch von einer direkten Antwort: „Unser Ziel ist es nicht, den Rekord von Rhein Fire zu brechen. Wir wollen unseren großartigen Zuschauern immer die beste Leistung anbieten und den Heimnimbus des Ungeschlagenen behalten.“ Wer Kösling aber besser kennt weiß, dass der lilane Coach immer den erfolgreichen Sport in den Vordergrund stellt.
Seinem Gegenüber an der Sideline, der routinierte Fahrensmann Jim Tomsula, ehemals Headcoach der San Francisco 49´ers aus 2015, werden ähnliche Ambitionen nachgesagt, er sieht nur ein Ziel – und das heißt „ELF-Champion 2023“. Düsseldorf will aber auf Tabellenplatz eins bleiben und den Gruppensieg mit der direkten Qualifikation für das Halbfinale sichern, um eine Woche Spielpause mehr zu haben. Nach dem 33:9-Hinspielerfolg vom ersten Spieltag ein realistisches Unterfangen, denn eine Niederlage mit mehr als 24 Punkten in Frankfurt erwarten selbst die größten Pessimisten nicht. Man agierte in den bislang elf Partien zu stark. Auch bei ihrem Heimspiel in Duisburg gegen die Galaxy haben sie den Frankfurtern deutlich die Grenzen aufgezeigt.
Kösling kann die Gedanken der unmittelbaren Konkurrenz sicher nachvollziehen und freut sich gerade deshalb auf den Vergleich: „Wir gehen voller Vorfreude in die Begegnung gegen Fire, unsere 10:1-Serie und das Heimrecht in den Playoffs sind echte Highlights. Das frühe Erreichen unserer Saisonziele wollen wir aber jetzt noch toppen. Wir sind bereit für das Spiel der Spiele in unserer lila Hölle!“
Spielbeginn „Am Bornheimer Hang“ ist um 16.25 Uhr, die (kostenfrei zugängliche) Powerparty startet wie üblich drei Stunden vor dem Match, bietet wie immer ein breitgefächertes Programm für alle Fans und Altersgruppen. Die Galaxy-Verantwortlichen bitten um die Nutzung des Vorverkaufs für Stehplätze, um Wartezeiten an der Tageskasse zu reduzieren.
