Published On: 2. August 2026

Big-plays machen den Unterschied – Wiesbaden Phantoms verlieren in Albershausen

Redaktion
Bericht: Michael Wiegand

In Albershausen stand für die Wiesbaden Phantoms unter Head Coach Patrick Griesheimer das Rückspiel gegen die Crusaders an, die sich berechtigte Hoffnungen auf Play-off-Platz zwei machen konnten. 31:41 stand es am Ende aus Sicht der Wiesbaden Phantoms.

Am Samstag, 15. August, beenden die Phantoms ab 16 Uhr gegen die Montabaur Fighting Farmers im heimischen „Camp Lindsey“, Willy-Brandt-Allee 17, 65197 Wiesbaden, die reguläre Saison. Tickets für das Heimspiel sind bereits jetzt unter https://wiesbaden-phantoms-0grg.vivenushop.com/ oder an der Tageskasse erhältlich. Am Samstag, 29. August, 17 Uhr, folgt das Play-off-Halbfinale im „Camp“.

Die Crusaders brachten die Phantoms durch einen kurzen Kick nur 43 Yards von der Endzone in Ballbesitz und Quarterback Lenny Turturica zog mit der Offense eindrucksvoll über eben diese 43 Yards nach vorne: Justin Schmitt fing einen Pass und machte ebenso wie Felix Schulz einige Yards gut, bevor Dwayne Milton einen 25-Yard-Touchdown erzielte, dabei ein Tackle brach und plötzlich freie Bahn hatte. Der Extrapunkt von Leon Amberg war ebenfalls gut und entsprechend führten die Phantoms nach nur zwei Minuten mit 7:0.

Fabian Herbst nahm den Kick-off der Phantoms auf und die Crusaders kamen über Jalen Dunnigan ordentlich voran. Den vierten Versuch nahe der 50-Yard-Linie spielten die Gastgeber aus, QB Daniel Rennie fand aber keinen Abnehmer. Beinahe hätte es eine Interception gegeben, die Position in der Mitte des Feldes brachte die Wiesbadener Offense jedoch deutlich weiter vorne in Ballbesitz.

Luis Moneno lief in Anschluss bis auf vier Yards an ein neues First Down heran, die Phantoms mussten sich jedoch dennoch vom Ball trennen. Rennie passte schließlich im Drive der Crusaders über 77 Yards zum freistehenden Dunningan, der problemlos das 6:7 erzielte, den Zusatzpunkt setzte Simon Kalla allerdings am Tor vorbei.

Von der 25-Yard-Linie ging es für die Phantoms los und Turturica passte direkt auf Justin Schmidt, der ähnlich frei wie zuvor Dunnigan scorte. Amberg erhöhte per PAT auf 14:6. Und es ging schnell weiter: Über 71 Yards lief Crusaders-Quarterback Rennie selbst zum 12:14 und Import-Kollege Dunningan gelang die Conversion zum Ausgleich.

Kallas Kick-off landete erneut in der Endzone, sodass Wiesbaden ein zweites Mal von der 25-Yard-Linie aus mit der Offense loslegte… Milton spurtete im ersten Play der Phantoms vermeintlich zum nächsten Touchdown über 75 Yard, ein Holding machte Griesheimers Spielern aber einen Strich durch die Rechnung. Nico Netz fing einen Pass zum neuen First Down, nachdem die O-Line Turturica massig Zeit verschafft hatte. Die Phantoms standen dadurch bereits an der 43-Yard-Linie, als die Seiten erstmals gewechselt wurden.

Den Phantoms gelang zu Beginn des zweiten Quarters zunächst kein Raumgewinn, im vierten Versuch bei sieben zu gehenden Yards passte Turturica aber eindrucksvoll und punktgenau über 40 Yards auf Schmitt, der die Gäste wieder nach vorne brachte. Das 21:14 erzielte Amberg.

Über 80 Yards schlugen die Crusaders zurück: Rennie warf bis an die 45-Yard-Linie auf Max Wolf, der danach bis zum 20:21 nicht mehr zu stoppen war. Kalla glich aus und kickte in der Folge unkonventionell bis auf die 29-Yard-Linie. Thomas Lauffer brachte die Offense mit einem Catch und einigen zusätzlichen Yards bis auf 45 Yards an weitere Punkte heran und Kriese erzielte ein First Down. Anton Göbel fing auf der 2-Yard-Linie den nächsten langen Pass Turturicas, der selbst das 27:21 auf die Anzeigetafel brachte. Amberg ließ den fälligen Zusatzpunkt nicht liegen und erhöhte. 6:50 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt in Halbzeit eins noch zu spielen…

Die Gastgeber kamen über Dunnigan zunächst voran, der Drive stockte aber, als Oskar Truetsch Reveiver Wolf direkt nach dessen Catch im dritten Versuch tacklete. Bei sechs noch zu spielenden Minuten erhielten die Phantoms wieder den Ball, mussten zweieinhalb Zeigerumdrehungen später jedoch ebenfalls punten. Innerhalb der letzten 90 Sekunden holte Herbst weitere Versuche für die Crusaders, die durch eine persönliche Strafe weit zurückgeworfen wurden und anschließend kein neues First Down erreichten. Die Wiesbadener Nachhaltigkeit der Offense, wie die Crusaders-Livestream-Kommentatoren es ausdrückten, hatte sich gegen das Big-play-Feuerwerk der Albershausener durchgesetzt.

In Halbzeit zwei stand zunächst der Gastgeber mit seiner Offense auf dem Feld, der durch Herbst sofort vier neue Versuche erhielt. Cory McCoy war direkt am Receiver der Crusaders, die im nächsten Play schon die 49-Yard-Linie erreichten. Trotz Hit gegen Rennie warf der US-Quarterback auf Dunnigan, der bis kurz vor die Phantoms-Endzone gelangte. Moritz Kiehl hielt Rennie beim Versuch, selbst den Touchdown zu erzielen, auf und der folgende Pass misslang. Kalla schoss zum Abschluss des Drives ein 29-Yard-Field-Goal vorbei.

Bryan Wybrecht fing einen Pass und kam fast 20 Yards weit, bevor Milton 22 Yards auf den Drive packte. Die Offense verlor das Ei jedoch, als Mike Hohenschläger es Lauffer aus den Händen schlug und Kalla recoverte. Selbst blieben die Crusaders Raumgewinn schuldig, denn die Wiesbadener Phantoms hielt sie knapp vor deren Endzone bis sich die Gastgeber wieder mit einem Punt helfen mussten und lediglich bis auf die 29-Yard-Linie schossen.

Quarter vier sah nach etwas mehr als einer Minute die nächsten Punkte – durch Amberg, der am Ende des Phantoms-Drives ein 40 Yard langes Field Goal verwandelte. Sebastian Adelsberger trug den Ball für die Crusaders nun über 25 Yards bis kurz hinter die 50-Yard-Linie und Dunnigan war im folgenden Play nicht zu stoppen. Auf das 27:31 packte Kalla einen PAT drauf.

Bei 9:22 Minuten Restspielzeit erhielten die Phantoms den Ball: McCoy trug den Return auf die 35-Yard-Linie der Phantoms, Milton erreichte beinahe die Mittellinie, wurde im nächsten Play aber nach nur kurzem Run erwischt. Wiesbaden puntete schließlich und Albershausen startete auf der eigenen 25-Yard-Linie. Dunnigan sorgte für weitere Yards, bis Jonathan Kresse ein Tackle for Loss gelang. Zwei Strafen gegen Wiesbaden auf einmal pushten die Crusaders 25 Yards nach vorne und Rennie warf bis in die Red Zone. Tjark Fabian deflectete den dritten Versuch der Crusaders zwar, Rennie fand jedoch selbst den Weg in die Endzone und die Gastgeber führten plötzlich 34:31. Kallas PAT ging ein weiteres Mal vorbei…

Bei 2:24 Minuten erhielt Schmitt den Ball und returnierte ihn bis auf die 36-Yard-Linie. Felix Schulz fing einen Pass und nun leisteten sich die Albershausener eine Strafe, die Wiesbaden vier neue Play einbrachte. Milton lief nach einem Catch kurz bis auf die 32-Yard-Linie, eine Strafe setzte aber erneut 15 Yards Raumverlust für die Gäste und 1:13 Minuten vor Spielende fumblete Milton den Ball –Albershausen recoverte das Ei.

Rennie fand zum Schluss eine Lücke und stellte auf 40:31. Kalla traf zum 41:31-Endstand. Damit besiegelte er die erste Niederlage der Phantoms in dieser Saison.

Der restliche Spielplan:
Sa., 15. August, 16 Uhr: Wiesbaden Phantoms – Montabaur Fighting Farmers
Sa., 29. August, 17 Uhr: GFL2-Halbfinale: Wiesbaden Phantoms – Zweiter GFL2 Nord

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