Published On: 6. Juli 2023

ELF Spieltagsvorschau Stuttgart, Hamburg und Rhein Fire

Redaktion
Bericht: Hamburg, Stuttgart & Rhein Fire
Stuttgart Surge – Paris Musketeers

Am Sonntag, dem 09. Juli, steht das Rückspiel zwischen den Paris Musketeers und der Stuttgart Surge an. Um 16:25 Uhr ist Kickoff im Gazi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart. Das Hinspiel am 2. Spieltag konnte die Surge in Paris in einem spannenden Spiel mit 29:20 für sich entscheiden. Die Paris Musketeers stehen mit zwei Siegen und drei Niederlagen auf dem dritten Platz der Western Conference. Zuletzt konnten sie einen 27:23-Heimsieg gegen die Hamburg Sea Devils feiern. Allerdings schaffte es die Offense der Musketeers bislang noch nicht konstant ihr Potenzial abzurufen. Der US-Quarterback Zach Edwards, einer der besten Quarterbacks der ELF in den letzten beiden Saisons, warf in fünf Spielen für 1170 Yards und 12 Touchdowns, aber auch fünf Interceptions. Die beiden Running Backs Stephen Yepmo und Jason Aguemon liefen bisher für 137 und 123 Yards. Der Top-Receiver Kyle Sweet steht bei 301 Yards und drei Touchdowns. In der Defense der Musketeers konnte bisher besonders Defensive End Stanley Zeregbe mit 4,5 Sacks und fünf Tackles for Loss überzeugen. In Stuttgart wartet nun eine schwere Aufgabe auf die Paris Musketeers. Stuttgart Surge ist nach vier Spielen noch ungeschlagen und steht an der Spitze der Central Conference. Zuletzt gewannen die Stuttgarter Auswärts bei den Munich Ravens mit 28:9. Dem neuen Quarterback der Surge, Jan Weinreich, gelangen dabei zwei Rushing Touchdowns, ein Passing Touchdown und 273 geworfene Yards. Nun will die Surge zu Hause vor ca. 3500 Zuschauern an diese Leistung anknüpfen und im fünften Spiel den fünften Sieg feiern.

Hamburg Sea Devils – Wroclaw Panthers

Die Hamburg Sea Devils wollen neue Hoffnung schöpfen. Nach der missglückten Auswärtsfahrt in die französische Hauptstadt gilt es für die Hanseaten die weiße Heimweste auch gegen die Panthers aus Wroclaw sauber zu halten. Aufgrund von Verletzungssorgen mussten die Verantwortlichen vor allem in der Defensive für Lösungen sorgen.

Vorschau Wroclaw Panthers mit Kendral Ellison und Charles Jones

Die Hamburg Sea Devils müssen sich am Sonntag im Stadion Hoheluft um 13 Uhr gegen den Interconference-Gegner Wroclaw Panthers behaupten. Das Duell gegen die Panthers ist eine der interessantesten Rivalitäten, die die European League of Football zu bieten hat. Geprägt wurde das trotzdem freundschaftliche Verhältnis beider Teams vor allem durch den Sieg der Sea Devils in den Play-Offs 2021. Während man bislang vier von sechs Spielen gewinnen konnte, musste man sich zum Start der jungen Saison in Polen geschlagen geben.

„Ich würde es nicht als Revanche bezeichnen. Es ist aber immer gut, nach einer Niederlage denselben Gegner im Rückspiel zu schlagen. Wir müssen weiter an den Basics arbeiten, die wir in der vergangenen Woche vernachlässigt haben. In den Spielen, in denen wir verloren haben, waren es die Kleinigkeiten, die uns am Erfolg gehindert haben“, so Charles Jones, Head Coach der Sea Devils.

Kendral Ellison, Defensive Coordinator, geht vor allem auf die Offensive und deren Nummer eins auf Wide Receiver ein: „Tony Tate ist ein starker Footballspieler. Mit 14 Touchdowns müssen wir auf jeden Fall auf ihn aufpassen. Es ist unsere Aufgabe, uns darauf einzustellen. Im Rückspiel können wir auf eine gesunde Secondary zurückgreifen.“

Sea Devils verpflichten Curtis Slater und Mike Taylor für verletzte Maurice Wright Jr. und Deion Harris

Die Hamburger verstärken sich vor dem Spiel gegen die Panthers mit gleich zwei US-Veteranen. Defensive Back Curtis Slater und Linebacker Michael Taylor stoßen zum Team dazu. Slater stand bereits 2021 bei den Sea Devils unter Vertrag und war unter anderem für die Finalteilnahme mitverantwortlich. Unterdessen wurden Deion Harris und Maurice Wright Jr. auf Injured Reserve platziert. Beide sollen im Laufe der Saison wieder zum Team dazustoßen.

Kendral Ellison ist sowohl von Taylor als auch Slater überzeugt: „Mike bringt sofort Führungskompetenz und brutale Physis in unsere Defensive. Sowohl in Japan als auch Europa hat er seine Dominanz bereits zeigen können. Zudem kennt er die Stadt und bringt einen hohen Football-IQ mit. Ich freue mich auf sein erstes Spiel! Curtis hat nicht nur bei uns gezeigt, wie dominant er sein kann. Mit ihm erhalten wir einen Spieler, der sowohl in der Defensive als auch in den Special Teams seine Stärken ausspielen kann. Er kennt Hamburg und meine Defensive und kann direkt positiven Einfluss nehmen.“

Der 31-jährige Taylor war als Collegeathlet für die Florida Gators aktiv, stellte später sein Talent bei den Hamburg Huskies, Marburg Mercenaries, IBM Big Blue oder im Steelers Rookie Mini Camp unter Beweis. Mit 104 kg auf 1,84 m Körpergröße soll er den Linebacker Corps in den kommenden Wochen unterstützen.

Weitere Signings und die Rostermoves der Woche finden Sie hier: https://www.hamburgseadevils.com/news/week-6-roster-moves

Tickets für alle Heimspiele der „Seeteufel” sind über Ticketmaster verfügbar: https://shops.ticketmasterpartners.com/european-league-of-football

Rhein Fire – Munich Ravens

Rhein Fire will Höhenflug der Ravens beenden.

Nach zwei leichteren Aufgaben wartet ein dicker Brocken auf Rhein Fire. Am sechsten Spieltag der European League of Football (ELF) kommt am Sonntag (9. Juni 2023, Kick-off: 16.25 Uhr) mit den Munich Ravensdas wohl stärkste der im Winter neu gegründeten Teams in die Duisburger Schauinsland-Reise-Arena. „Die haben vom ersten Spiel an bewiesen, dass sie in der ELF konkurrenzfähig sind“, sagt Timur Beckmann, Director of Player and Personell beim bislang ungeschlagenen Fire-Team.

Vor allem die Angriffsstärke der Münchner ist für den Höhenflug der ‚Raben‘ verantwortlich. In dreien ihrer bisher erst vier Spiele erzielten die Münchner 38 und 39 Punkte, nur Stuttgart Surge bekam die Offense um US-Quarterback Chad Jeffries beim 28:9-Erfolg vorigen Sonntag einigermaßen in den Griff. „Da war allerdings auf Seiten der Ravens eine Menge Pech dabei“, ergab die Video-Analyse der Fire-Coaches. Spielmacher Jeffries kann auf ein starkes Laufspiel um den nigerianisch-irischen Runningback Tomiwa Oyewo zurückgreifen. Mit seinem Landsmann Markell Castle und dem Münchner ‚Homie‘ Marvin Rutsch hat Jeffries zudem brandgefährliche Passempfänger zur Verfügung und wird durch eine starke Offenseline geschützt.

Daher ist die Defense der Rheinländer diesmal sicher mehr gefordert als bei den beiden fast lässig herausgespielten Siegen bei den Cologne Centurions (42:0) und gegen die Helvetic Guards (51:0). „Wir werden den Münchnern das Leben schwer machen“, verspricht Omari Williams. Der Fire-Safety, nicht nur wegen seiner drei Interceptions (abgefangene Pässe) der vielleicht beste Abwehrspieler der ELF, hat außer dem ’normalen‘ Siegeswillen („ich bekomme nie genug, will immer gewinnen“) noch eine persönliche Motivation: „Ich hatte bei meinen Besuchen in Süddeutschland immer das Gefühl, sie halten sich für was Besseres. Wir wollen zeigen, dass das nicht so ist.“

Im Angriff setzt Offense Coordinator Andrew Weidinger weiter auf das bewährte ‚balanced game‘. Mit Glenn Toonga, Sergej Kendus, Daniel Rennich und Giacomo de Pauli hat Fire ein breites Arsenal an Runningbacks und Jadrian Clark, mit bereits 23 Touchdowns und 1643 Yards mit Abstand bester Quarterback der Liga, hat mit Anthony Mahoungou und Harland Kwofie, aber auch mit Justin Schlesinger, Jannick Lörcks oder Jakob Neugebauer und Leon Kusterer eine ganze Reihe von gefährlichen Anspielstationen. Clarks Analyse: „Der Gegner kann sein Gift wählen: Stopp den Lauf, dann greift unser Passspiel – oder versuch‘ es umgekehrt, dann wirst du überlaufen.“

Feiern (oder Firen?) dürfen die Stadionbesucher auf jeden Fall bereits vor dem Spiel. Auf der PSD-Bank-Party vor der Schauinsland-Reisen-Arena rocken John Diva & The Rockets of Love die Bühne – seit ihrem Auftritt im vergangenen Jahr (samt Videodreh mit den Pyromaniacs) sind die Kalifornier besondere Lieblinge der rheinischen (und Ruhr-Pott-) Football-Fans.

Perfekte Saison der Cologne Falconets findet ihre Fortsetzung
Schweres Auswärtsspiel für die Mercenaries in München