Dresden entscheidet Offense-Schlacht für sich und gewinnt gegen Potsdam!
Quarter: 8:14 / 21:17 / 16:14 / 0:14
Final: 45 : 59
Bericht: Toni Salitz / Team GFN
Für das Spitzenspiel um die beiden Königlichen war alles angerichtet. Ein sehr gut organisierter Spieltag der Potsdamer in Weiß, zwei außerordentlich starke Teams mit Titelambitionen, bestes Footballwetter sowie ein hervorragender Rasen im Karl-Liebknecht-Stadion stellten perfekte
Vorbedingungen. 1636 Zuschauer sollten in einem hart umkämpften Spiel mit einem Offensivfeuerwerk für ihr Kommen belohnt werden.
Bereits im ersten Spielviertel wurde deutlich, wo die Reise hingehen soll. Nachdem Dresden den Ball returnt hat, kam es nach etwa drei Minuten zum ersten Scoring für die Sachsen. Steven Duncan mit kurzem Pass auf Tommy Wilson – Touchdown. Der anschließende PAT durch Dylan Moghaddam war
gut, sodass der erste Spielstand der Partie 00:07 lautete. Potsdam antwortete prompt. Nachdem der Kickoff der Dresdner in die Endzone ging, begann der Drive der Royals an deren 25. Nach ebenfalls drei Minuten fand man sich an der Endzone der Dresdner wieder, wo es Gennadiy Adams mit einem
7-Meter Lauf in die Endzone schaffte. Der anschließende PAT von Heiko Bals konnte durch Chris Noak geblockt werden. Das Blocking wurde aber aufgrund eines Offsides negiert und die Potsdamer entschieden sich anschließend, nach einer 5 Meter Strafe, für eine 2-Point-Conversion, die Jaylon
Henderson gleich selbst in die Hand nahm – Spielstand 08:07. Der anschließende Kickoff der Potsdamer landete ebenfalls in der Endzone, sodass der Drive der Dresdner an der eigenen 25 begann. Im nächsten Drive konnte sich Dresden innerhalb des ersten Spielviertels noch einmal auf
das Scoreboard bringen. Dieses Mal war es der Quarterback der Dresdner der seinen Widereceiver Austin Mitchell für gut 20 Meter fand – erneuter Touchdown für Dresden mit gutem PAT, Stand 08:14. Bereits dieses erste Quarter spiegelte den Spielablauf sehr gut wider. Ein spannender
Schlagabtausch, bei dem der kleinste Fehler das Spiel ausschlaggebend entscheiden wird. Zu Beginn des zweiten Spielviertels zeigten beide Mannschaften, dass sie nicht nur die besten Offenses der Liga stellen, sondern auch jeweils eine gute Defense haben. Zuerst war es die Verteidigung der Dresdner die Potsdam in einen vierten Versuch zwang. Hendersons Pass auf Simon Fons war unvollständig sodass es an der Dresdner 14 Meter Linie zum Turnover kam. Aber auch die Potsdamer Defense schlief nicht und Dresden musste im vierten Down punten. Der Punt von Moghaddam war nicht besonders gut und ging in Höhe der 50 Meterlinie ins aus. Der daraus resultierende kurze Drive wurde durch einen Pass von Henderson auf Bals über 10 Meter mit einem Touchdown belohnt. Bals war es danach auch, der den PAT traf und auf 15:14 stellte. Der folgende Drive der Dresdner startete gut mit einem 40-Meter Return durch Austin Mitchell. Der Offensive Lineman der Monarchs, Phillip Most, forcierte binnen kürzester Zeit 2 Strafen gegen Dresden die insgesamt zu 30 Metern Raumverlust führten. Doch selbst das sollte Duncan nicht aufhalten. Ein Pass über 21 Meter auf Leon Otto und ein weiterer über 26 Meter auf den neuen Widereceiver Hayden Braga der den Ball in NFL-Manier mit einem One-Hand-Catch unter Kontrolle brachte, brachten die Dresdner wieder ins Rollen. Abschließend war es Leon Otto der einen 24 Meter Pass von Duncan zum Touchdown empfing. Nach gutem PAT lautete der neue Zwischenstand 15:21. Erneut landete der Kickoff durch Tommy Wilson in der Endzone was wieder zum Touchback führte. Im nächsten Versuch der Royals ging es ganz schnell. Nach zwei unvollständigen Pässen war es der dritte Pass für gut 75 Meter auf Fons der zum Touchdown führte. Bals traf den PAT zum neuen Spielstand von 22:21. Mit noch gut 4 zu spielenden Minuten in der ersten Hälfte begann der dresdner Drive an deren eigener 25 Meter Linie. Aber auch die Dresdner zeigten, dass sie schnell das Feld überqueren können. Mit einem Pass auf Mitchell konnte man 46 Meter Raumgewinn erzielen. Abschließend war es zum wiederholten Mal Duncan mit einem Pass auf Wilson der zum Touchdown für Dresden führte. Nach
gutem PAT stand es, kurz vor der Halbzeit, 22:28 für die Gäste. Doch Potsdam wollte nicht mit einem Rückstand in die Kabine und versuchte noch mal zu Punkten – was auch gelang. Wieder war Henderson der sein Team mit nur 6 Versuchen zum Touchdown führte. Die letzten 5 Meter lief er dabei selbst in die Endzone. Nach erfolgreichem PAT stand es 29:28 und die Uhr hielt bei 01:18 an. Wer dachte sich nun auf die Halbzeit vorbereiten zu können irrte. Es war mal wieder Steven Duncan der mit schnellen Spielzügen und perfektem Clockmanagement sein Team in Richtung der gegnerischen Endzone brachte. Mit auslaufender Spieluhr war es der dresdner Kicker Moghaddam der das Fieldgoal für den Halbzeitstand von 29:31 erzielte.
Die zweite Hälfte begann wie die erste endete. Zwei unglaublich Starke Offenses die heiß auf den Sieg waren machten es der gegnerischen Defense unheimlich schwer. Als erstes war es die dresdner Defense die wieder gefordert war und gleich lieferte. Nach einem erreichten neuen Firstdown für die Royals, war dann nach 4 weiteren Plays schluss. Der Punt von Heiko Bals landete bei Austin Mitchell, der Faircatch an der dresdner 29 anzeigte. Bereits im ersten Versuch fand Duncan Leon Otto der schnell gut 40 Meter Raumgewinn erzielen konnte. Abschließend war es Runningback Yazan Nasser
der den Ball über die letzten fünf Meter in die Endzone trug. Nach erneut erfolgreichem PAT konnte erstmals eine Mannschaft auf mehr als einen Score davon ziehen – 29:38. Potsdam musste nun liefern und tat dies auch. Henderson mit langem Pass auf Brandon Polk für etwa 30 Meter
Raumgewinn. Zudem erlief Heiko Bals drei neue Firstdowns. Den Touchdown erzielte der Potsdamer Quarterback mit einem 12 Meter Lauf selbst. Auch die folgende 2 Point Conversion mit Pass auf Jerome Valbon ist gut. Die Royals können wieder auf Dresden aufschließen – 37:38. Im nächsten Drive der Monarchs geht es wieder ganz schnell. In gerade einmal 5 Plays innerhalb von zwei Minuten führt Duncan die Dresdner übers Feld. Abschließend findet er Tight End Oliver Tribler über knapp 20 Meter der seinen ersten Touchdown erzielen kann. PAT ist wieder gut. Zwischenstand im dritten Viertel: 37:45. Das Hin- und Her ging weiter, und es sah so aus, als würde es das erste Spiel dieser Saison mit Overtime geben. Potsdam legte sofort und mit sehr hohem Tempo nach. Hendersons Passspiel lief in diesem Drive nicht so gut wie erwartet, weshalb Runningback Gennadiy Adams das ganze selber in die Hand nahm und über mehr als das halbe Feld zum Touchdown lief. Die folgende 2-Point-Conversion erlief Henderson selbst und glich das Spiel aus – 45:45 im dritten Viertel bei noch rund 2 Minuten zu spielen.
Im folgenden Spielzug der Monarchs konnten die Dresdner ordentlich Zeit von der Uhr nehmen. Erst nach 13 Plays und knapp acht Minuten gelangte man an die Endzone der Royals. Dort war es Runningback Nico Barrow der die letzten 5 Meter bis in die Endzone lief. Die anschließende 2-Point- Conversion ebenfalls auf Barrow war gut und somit lautete der neue Spielstand 45:53. Zu Beginn des Potsdamer Drives stand die Uhr noch bei 08:54. Ohne Frage, kein leichtes Unterfangen in dieser Zeit zwei Mal zu scoren, aber nicht unmöglich. Potsdam tat alles dafür dieses Ziel zu erreichen, doch die Defense der Monarchs war hellwach und beendete den Drive der Royals etwa in Höhe der Mittellinie. Der gepuntete Ball wurde nicht returnt und der Dresdner Drive startete an deren 24 Meter Linie. Im nächsten Versuch der Dresdner bewies deren Quarterback seine ganze Klasse. Perfekte
Entscheidungen auf dem Feld gepaart mit sehr guter Spielübersicht sowie Clockmanagement zwangen die Royals dazu ihre Time Outs zu nehmen. Parallel dazu gelang den Dresdnern kontinuierlich Raumgewinn sodass nach ungefähr vier Minuten Steven Duncan mit einem Pass über gut 15 Meter Austin Mitchell für seinen zweiten Touchdown fand. Der Anschließende PAT war nicht gut, Dresden nun, drei Minuten vor Schluss, mit 14 Punkten vorn – 45:59. Potsdam versuchte alle um noch mindestens einmal zu scoren doch die Defense der Dresdner war wieder mal sehr konzentriert und stoppte den Versuch nach zwei Minuten an der eigenen 20 Meter Linie. Dresden beendete das Spiel in der Victory Formation sodass Potsdam sein erstes Saisonspiel der laufenden Saison verliert.
Wie teuer der Sieg für die Dresdner allerdings war, wird sich im Laufe der Woche zeigen. Es war ein Spiel, was sämtliche Vorschusslorbeeren absolut verdient hat. Ein spannendes Kräftemessen der beiden stärksten Offenses der Nordstaffel, ein packender Schlagabtausch, welcher schlussendlich durch kleinste Fehler entschieden wurde.
