Farmers wollen starken Auftakt gegen Gießen bestätigen
Bericht: Tom Neumann
Foto: Lena Brüngel / _elembee
Nach dem klaren Auftaktsieg gegen den Vizemeister wartet auf die Fighting Farmers Montabaur direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Samstag empfangen die Westerwälder um 16 Uhr im Mons-Tabor-Stadion die Gießen Golden Dragons. Die Gäste sind ebenfalls erfolgreich in die neue Saison der GFL2 Süd gestartet und setzten sich zum Auftakt mit 46:29 gegen die Augsburg Centurions durch. Für beide Mannschaften geht es damit früh in der Saison darum, den ersten positiven Eindruck zu bestätigen.
Montabaur hatte am vergangenen Wochenende mit dem 42:7 gegen die Albershausen Crusaders ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die Farmers überzeugten dabei vor allem mit einer physischen Defense, einer variablen Offense und einer Mannschaftsleistung, die über vier Quarter hinweg stabil blieb. Dennoch war nach dem Spiel schnell klar: Der Auftakt war stark, aber es war eben nur der Auftakt. Die Partie gegen Gießen wird zeigen, wie gut die Farmers diese Leistung einordnen und weiterentwickeln können.
„Mit ein wenig Abstand bin ich insgesamt zufrieden mit dem Auftakt“, sagt Farmers-Headcoach Michael Treber. „Es waren viele gute Dinge dabei, aber natürlich haben wir auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Wichtig war, dass die Mannschaft bis zum Schluss konzentriert geblieben ist und als Team aufgetreten ist.“
Vor allem die Entwicklung in den vergangenen Wochen war gegen Albershausen sichtbar. Offense und Defense wirkten über weite Strecken gut abgestimmt „Die Abläufe in Offense und Defense haben schon phasenweise sehr gut funktioniert“, sagt Treber. „Man merkt, dass die Jungs immer besser eingespielt sind. Trotzdem ist da noch Luft nach oben, gerade bei der Konstanz und in den Details.“
Auch Sportdirektor Kevin Brüngel bewertet den Auftakt positiv, bleibt in seiner Analyse aber ebenfalls sachlich. „Auch im Nachgang bin ich sehr zufrieden mit den vier Quartern“, sagt Brüngel. „Wir müssen die Strafen in der Defense abstellen, die dem Gegner in schwierigen Situationen First Downs geschenkt haben. Dazu gibt es noch Kleinigkeiten in der Offense, an denen wir arbeiten müssen.“
Mit Gießen kommt nun ein Gegner nach Montabaur, der traditionell unbequem ist. Die Duelle zwischen den Farmers und den Golden Dragons waren in den vergangenen Jahren meist intensiv, körperlich und umkämpft. Auch diesmal rechnen die Verantwortlichen nicht mit einem einfachen Nachmittag. Gießen hat mit dem Sieg gegen Augsburg bereits gezeigt, dass die Mannschaft offensiv gefährlich ist und Punkte aufs Scoreboard bringen kann.
„Die Golden Dragons Gießen werden sicher ein unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangen wird“, sagt Treber. „Wir erwarten ein intensives Spiel. Von meiner Mannschaft erwarte ich, dass wir mit Energie, Disziplin und Selbstvertrauen auftreten und den nächsten Schritt nach vorne machen.“
Ähnlich sieht es Brüngel. „Gießen und Montabaur haben sich in den vergangenen Jahren nie etwas geschenkt auf dem Platz, daher erwarte ich ein physisches und enges Spiel“, sagt der Sportdirektor. „Es klingt abgedroschen, aber wir müssen vier Quarter in allen Bereichen des Spiels den Fokus behalten.“
Für die Farmers geht es am Samstag also nicht nur um den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Es geht auch darum, die Leistung aus dem Auftakt einzuordnen, Fehler zu reduzieren und gegen einen eingespielten Rivalen die nächste Antwort zu geben. Der Start gegen Albershausen war deutlich. Gegen Gießen wird sich zeigen, ob Montabaur diesen Schwung direkt mitnehmen kann.
Passend zum Duell gegen die Golden Dragons steht der Gameday diesmal unter dem Motto „Support other Sports / Clubs“.
Die Fighting Farmers laden andere Sportvereine und Vereine aus der Region ins Mons-Tabor-Stadion ein. Vereinsleben verbindet – genau das soll an diesem Spieltag sichtbar werden.
Gemeinsam soll der Football-Samstag so nicht nur sportlich intensiv, sondern auch ein Zeichen für Zusammenhalt und Unterstützung im regionalen Ehrenamt setzen.



