59:3-Gala der Sisters und Saisonabschluss der Herren: Scorpions-Teams mit unterschiedlichen Vorzeichen am Wochenende
Die Stuttgart Scorpions Sisters stehen nach einem souveränen Sieg im Halbfinale der GFLW. Im gestrigen Wildcard Game auf der Waldau bezwang das Damen-Footballteam der Scorpions die Hannover Grizzlies deutlich mit 59:3. Während die Sisters durch den Sieg ins Playoff-Halbfinale der GFLW einzogen, mussten die Herren in der Regionalliga Südwest am letzten Spieltag eine deutliche Niederlage bei den Reutlingen Eagles hinnehmen.
Scorpions Sisters stürmen ins Playoff-Halbfinale
Bereits vor dem Kickoff war die Marschroute klar: Ein Sieg musste her, um die Chance auf den Meistertitel zu wahren. Die Sisters starteten von der ersten Sekunde an sehr konzentriert. Gleich im ersten Drive eroberte die Stuttgarter Defense den Ball und übergab das Spielrecht an die eigene Offense. Was folgte, war ein Offensivspektakel im ersten Quarter: Touchdowns durch Stella Martin und Nova Sernler sowie ein eigener Rushing-Touchdown von Quarterback Dinah Naegele von der 5-Yard-Linie brachten die Gastgeberinnen schnell in Führung. Selbst ein eigener Fumble brachte das Team nicht aus dem Konzept – die Scorpions eroberten das Leder zügig zurück, ehe Sernler auf den Zwischenstand von 26:0 nach dem ersten Viertel erhöhte.
Auch im zweiten Spielabschnitt hielten Annalena Welter, Dinah Naegele und Stella Martin den Druck unvermindert hoch. Mit einer beruhigenden 45:0-Führung verabschiedeten sich die Scorpions Sisters in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Stuttgart das Geschehen weiterhin nach Belieben. Aufgrund der klaren Führung wurde die Spielzeit in der zweiten Hälfte einvernehmlich auf acht Minuten pro Quarter verkürzt. Die stetig unter Druck gesetzten Gäste aus Hannover konnten lediglich durch ein Field Goal drei Punkte erzielen. Auf der Gegenseite belohnte sich sogar die Stuttgarter Defense für einen überragenden Tag: Nana Olavua trug den Ball direkt in die gegnerische Endzone. Den Schlusspunkt setzte erneut Nova Sernler zum 59:3-Endstand.
Mit diesem ungefährdeten Erfolg wartet im Playoff-Halbfinale nun eine ganz besondere Ansetzung: Die Scorpions Sisters treffen auf die Hamburg Amazones. Gegen die Norddeutschen musste sich Stuttgart im Vorjahr noch im Finale um die Deutsche Meisterschaft geschlagen geben. Die Revanche steht bevor.
Herren unterliegen zum Saisonabschluss in Reutlingen
Für das Herren-Team der Stuttgart Scorpions endete die Saison in der Regionalliga Südwest am vergangenen Samstag mit einer Niederlage. Stark ersatzgeschwächt und mit erheblichen Personalsorgen – insbesondere in der Offensive Line sowie beim Ausfall von Stamm-Quarterback Da Ronte Smith – traten die Stuttgarter die Reise zum Tabellenzweiten, den Reutlingen Eagles, an.
Backup-Quarterback David Kusche übernahm die Regie und zeigte trotz fehlender Spielpraxis auf dieser Position eine sehr solide Leistung. Dennoch benötigte die Stuttgarter Offense Zeit, um ins Spiel zu finden. Während die Defense zu Beginn noch gut dagegen hielt, spielte Reutlingen im weiteren Verlauf seine Favoritenrolle konsequent aus. Die einzigen Punkte für Stuttgart erzielte David Kusche mit einem eigenen Rushing-Touchdown, gefolgt von einer gelungenen Two-Point-Conversion auf Nils Laauser.
Reutlingen entschied die Partie schließlich mit 45:8 für sich. Spannend und bitter für die Gastgeber kurz vor dem Abfiff: Ein gescheiterter Field-Goal-Versuch verhinderte im letzten Spielzug knapp, dass Reutlingen als punktbeste Offense der gesamten Liga die Saison beendete.



